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Einst traf ich einen sehr alten Mann mit langem, grauem Haar, tiefen Falten in seiner Haut und sehr klaren Augen die tief blicken konnten. Er setzte sich zu mir und erzählte mir von lang vergangenen Tagen als die Welt noch anders war als heute und Magie zum Alltag gehörte. Und dies ist die Geschichte von Lanthanos Alzabaar, dem Sohn einer der Natur verbundenen Heilerfamilie. Die Familie von Lanthanos lebte, zusammen mit den anderen Bewohnern des Landes von Asram, inmitten eines Kiefern- und Tannenwaldes der von einem schwebenden, milchig weißen Nebel umgeben war den die Zauberer des Landes um diesen Wald legten sodass niemand hinein und heraus fand. Lanthanos war ein sehr kreativer Mensch – jemand, der nichts unversucht ließ um etwas zu verändern. Er hatte einen gefiederten Freund – einen Adler den er Sothor nannte und dessen Sprache er verstand. Sothor erklärte im die Gesetze des Himmels und belehrte ihn über das Element der Luft. Lanthanos klärte Sothor indes über das Element der Erde auf. Er belehrte ihn über die vielen, im Boden verborgenen Schätze. Eines Tage bemerkten die Zauberer von Asram die Fähigkeiten von Lanthanos und brachten ihn in die große Pyramide, die sich im Mittelpunkt von Asram befand. Diese Pyramide war die geheime Mysterienschule des Landes Asram und nur besondere Menschen hatten dort Zutritt. Denn nur wenige waren fähig die dortigen Lehren zu verstehen und weise anzuwenden. Die Zauberer unterwiesen ihn darin wie man Energie herbeirufen kann, diese auf besondere Art wunschgemäß verändern kann um damit Resultate zu erzielen, die sonst nur schwer zu erreichen sind. Lanthanos lernte wie man sich mit dieser Energie umgeben kann und sie auf bestimmte Dinge, Lebensbereiche und Situationen richten kann sodass es dazu führte, dass sich diese Dinge, Lebensbereiche und Situationen magisch in das höchstmögliche Wohl verwandelten, das man sich vorstellen kann. Lanthanos konnte auch in die Zukunft schauen, es erforschen, welcher Weg wohl am Besten ist um ihn zu gehen, von dieser Zukunft Wissen, Fähigkeiten und Bewusstsein in die Gegenwart zurückbringen um den höchstmöglichen Weg noch besser zu gestalten. Ebenso war er auch fähig, in die Vergangenheit einzutauchen, diese so zu verändern wie er es wollte um dadurch mehr Kraft in der Gegenwart zur Verfügung zu haben. Er konnte sich mit allem verbinden und oftmals verband er sich auch mit seinem Freund Sothor, dem Adler, um sich die Welt von einer höheren Perspektive aus zu betrachten sodass er all die vorhandenen Zusammenhänge einzelner Teile besser erkennen konnte um noch verständnisvoller und weiser zu handeln. Er wurde besser als all die anderen Zauberer im Lande. Und irgendwann wurden diese deswegen böse auf ihn und erarbeiteten einen Plan um sich seiner zu entledigen. Sie luden ihn zu einem Mysterienspiel ein. Lanthanos sollte hierzu drei Teile seiner Wahl mitbringen wobei ein Teil unbedingt ein Getränk sein sollte. Sie ließen ihn diese Teile vor sich aufbauen und verwirrten dabei das Unterbewusstsein des ahnungslosen Lanthanos wobei dieser, nach einer Weile des Frage/Antwort-Spiels in eine tiefe Trance fiel und das Getränk trank in welches die Zauberer, von ihm unbemerkt, etwas Geheimnisvolles mit fadem Geschmack hineingetan hatten. Daraufhin verließen sie ihn im Glauben dass Lanthanos stirbt. Jedoch hatten sie ihn weit unterschätzt. Lanthanos fühlte zwar eine Art Schwere, Orientierungslosigkeit, Schläfrigkeit und Trägheit in sich – war jedoch noch fähig, sich an den Wunderapfel zu erinnern, den er damals zum Abschied von seiner Mutter bekam als er zur Pyramide ging. Er biss dort hinein und als er ihn aufgegessen hatte, fühlte er sich schon besser. Er ahnte, dass er diesen Ort verlassen musste. Lanthanos erinnerte sich in jenem Moment der hohen Stimmen, die wie ein Chor aus der Ferne in seinem Ohr klangen als er sich früher einmal weiter als bisher hinauswagte. Und er bewegte sich in die Richtung, in der er den Ursprung jener Stimmen vermutete. Der Trank der Zauberer hatte dazu geführt, dass er einen Großteil seiner Fähigkeiten einfach vergaß was den Weg, den er jetzt einschlug, noch weitaus schwieriger machte. Und so wurde Lanthanos zu einem Wandergesellen der einen steinigen und schweren Weg vor sich hatte und dem Lande Asram den Rücken kehrte. Er ging durch den tiefen, tiefen Wald und durch den endlos scheinenden Nebel den die Zauberer um Asram gelegt hatten und den er auch in sich spürte. Nach langem Wandern hatte er den äußeren Nebel endlich überwunden – der innere Nebel jedoch blieb und ließ ihn noch nicht daran erinnern, wer er ist und was er alles zu tun vermag. Selbst seinen Namen hatte er vergessen. Er gelangte zu einem Land das angenehm warm war. Dieses Land verfügte über eine sanfte Hügellandschaft über die man weit blicken konnte. Nachdem er eine Weile durch dieses Land ging, erschien ihm plötzlich aus dem Nichts eine wunderschöne Fee. Wer bist du? Fragte Lanthanos diese Fee. Ich bin Aloela, die Verkörperung des Guten. Viele Zwerge befinden sich in meiner Obhut und wir möchten dir dabei behilflich sein, all das Gute in dir neu zu entdecken sodass du die Freude erleben kannst nach der du suchst. Und die Fee rief nach den Zwergen die alsbald herbeieilten um, zusammen mit der guten Fee, ihren frei gewählten Dienst zu tun. Die Fee fragte Lanthanos danach, wie er sich den nun seine Zukunft vorstellte und bat ihn darum, diese für ihn wohlklingend zu formulieren. Lanthanos sagte, er wisse nicht so recht was er wolle. Vielleicht dieses, vielleicht jenes. Was würde es sein, wenn du es wüsstest, fragte daraufhin die gute und weise Fee? Daraufhin sagte Lanthanos: „Ich möchte Erfahrungen sammeln und andere dabei unterstützen, ihren eigenen Weg zu finden und diesen zu gehen“. Die Fee sagte dazu: „stelle dir vor, du hast dieses Ziel erreicht, wie würdest du es dann ausdrücken, wie würdest du es hier und jetzt nennen“? Ich sammle Erfahrungen und unterstütze andere dabei, ihren eigenen Weg zu finden und diesen zu gehen. Gut, sagte die Fee. Wenn du dieses Ziel in einzelne Teil-Ziele unterteilst, wie würdest du das tun? Hast du daran deine Freude? Kannst du es dir bildlich vorstellen, klingen die Stimmen und Töne, die du dabei wahrnimmst, für dich angenehm, fühlst du dich gut dabei? Bist du dir sicher, dass du es selbst erreichen und aufrechterhalten kannst? Dann setze einen Zeitpunkt fest, an dem du dein Vorhaben erreicht haben wirst. Vielleicht kannst du dir auch vorstellen, ob es sich mit all den anderen Dingen deines Lebens vereinbaren lässt? Und stelle dir vor, du siehst dich in der Ferne als derjenige, der sein Vorhaben erreicht hat. Und die Zwerge waren ganz besondere Zwerge. Sie konnten energetisch Gehirnzellen aktivieren und diese miteinander so verbinden, dass diese sich zur rechten Zeit, am rechten Ort als Wissen, Erkenntnisse und Ideen bewusst machen um den Weg zu erleichtern. Ebenso verfügten sie über die Fähigkeit, behindernde Energien aus den feinstofflichen, unsichtbaren Körpern, die Lanthanos und jeden Menschen umgeben, zu entfernen und anstelle dessen Energien hinzu zu fügen, die ihn auf seinem Weg unterstützen. Gestärkt und mit neuem Mut und Vertrauen verabschiedete sich Lanthanos dankend von Aloela der Verkörperung des Guten und den Zwergen und ging weiter seines leichter gewordenen Weges. Bald kam er zu einem Berg der ihm schier unüberwindlich schien. Während Lanthanos hin und her überlegte wie er diesen Berg wohl erklimmen könnte, erschien ihm ein Wolf. Ich bin die Weisheit die über dem Wissen steht. Ohne mich wird es dir schwer fallen hier hinauf zu kommen, sprach der Wolf zum verwirrten Lanthanos. Wie wohl willst du mir helfen können? Wahrscheinlich wirst du mir über den Berg helfen indem du mich auffrisst, sagte Lanthanos. Schweig still und lausche meinen Worten, antwortete der Wolf. So, wie die Nacht den Tag ablöst und die Sonne den Mond verabschiedet kannst du hier und jetzt, in diesem Augenblick, einen ganz natürlichen Teil in dir wahrnehmen, der genau weiß, was als Nächstes kommt und einen Berg zu einem angenehm begehbaren Weg werden lassen kann. Und weil du dich hier, im Schatten der von aller Weisheit durchtränkten Luft befindest und genau weißt, wie du all das tun kannst, kannst du dich ganz und gar der Stille und höchsten Inspiration hingeben und einfach dein inneres Gehör öffnen um zu empfangen was dir vermittelt wird. Diese und diverse andere Worte sagte der Wolf zu Lanthanos die ihm die Augen zufallen ließen und ihn irgendwie in eine Art schwerelosen Zustand brachten in welchen ihm auf phantastische Weise viele Antworten auf viele Fragen einfach zufielen. Als Lanthanos aufwachte war der Wolf verschwunden. Jedoch erinnerte sich Lanthanos an jede Einzelheit seines wundersamen Erlebnisses. Und er bestieg diesen Berg auf dem Wege, den ihm seine innere Weisheit gerade gewiesen hatte. Irgendwann kam er auf ein riesiges Plateau auf dem sich ein ebenso großer Wald erstreckte. Lanthanos ging dort hinein. Obwohl seine Gefühle etwas gemischt waren verspürte er doch so etwas wie Abenteuer- und Entdeckerlust. Er fühlte, dass sich in diesem Wald etwas Geheimnisvolles verbarg und dieses geheimnisvolle ließ ihn vorwärts streben. Er erfreute sich am Gesang der Vögel und nachts schlief er auf dem weichen Moos. Nach einer längeren Zeit im Wald traf er auf eine mystische Erscheinung. Ich bin ein Zauberer und der Hüter dieses Waldes sprach die Erscheinung. Willst du mit mir gehen und dich von mir in den Mysterien des Lebens unterweisen lassen, fragte der Zauberer mit dröhnender Stimme. Lanthanos war bei diesem Gedanken nicht gerade wohl zumute. Irgendwie erinnerte er sich an die Vergangenheit obwohl er nicht deuten konnte, ob dass wirklich seine Vergangenheit war. Jedoch – obwohl er nicht mitgehen wollte, fühlte er doch, dass er dorthin muss. Der Zauberer führte ihn zu seiner Schule der Mysterien des Lebens und lehrte ihn viele Dinge, die seine Erinnerung an Fähigkeiten aus der Vergangenheit erweckten. Jedoch wollte Lanthanos aus irgendwelchen Gründen von diesen Fähigkeiten keinen Gebrauch machen. Er fühlte sich manchmal verwirrt und fürchtete sich sogar davor aus ihm unerklärlichen Gründen. Der Zauberer wandte darauf hin etwas an, was viel später als Farbtherapie bekannt wurde. Jedoch konnte weder Grün – die Farbe der Heilung und Rosa – die Farbe der Liebe Klärung bringen. Bald darauf erklärte ihm der Zauberer: „Wenn du dich veränderst, veränderst du alles um dich herum das damit zusammenhängt“. Ebenso kann es auch helfen, den Ort zu wechseln wenn du so vieles schon versucht hast, und es dich nicht wirklich selbst erkennen ließ. Wisse, dass du deine Ziele auch ohne Kampf erreichen kannst und dir deine Wünsche auf freudvolle Weise erfüllen kannst. Und er führte ihn zu einer sprudelnden Quelle der Heilung die auf besondere Weise das Element des Wassers in sich hatte um die traurigen Erfahrungen aus der Vergangenheit ins Fließen zu bringen. Sodass die Tränen den Schmerz fortspülen können. Auch gab er ihm einen Apfel mit den Worten mit: „du weißt schon, wann du reinbeißen kannst“. Und nun zieh deiner Wege auf dass sich der höchste Wille deines Lebens erfülle. Und wieder zog Lanthanos seiner Wege um seine höchste Zukunft zu kreieren. Eines Morgens wachte er auf und befand sich am Strand eines Meeres. Die Sonne schien und Hügel belebten das Land. Hier finde ich meine Erfüllung, wusste Lanthanos irgendwie. Sein ganzer Körper begann zu beben, Tränen rannen über sein Gesicht und wollten nicht aufhören. Während er so weinte, tauchten in ihm – noch etwas verschwommen – innere Bilder aus alten Tagen auf. Alter Schmerz machte sich gleichsam bemerkbar – verschwand jedoch bald mit den Tränen der Trauer. Diese Tränen der Trauer wechselten in Tränen der Freude. Es war eine Freude die aus tiefstem Innern kam und keiner Erklärung bedurfte. Lanthanos wusch sein Gesicht im Meer und mit einem Mal tauchte aus dem Meer ein alter, weiser Mann auf der auf ihn zuging. Wer bist du und wo kommst du her, fragte Lanthanos. Ich bin die Erinnerung an dich selbst, sagte der alte Weise. Ich bin du, die Verkörperung der Weisheit deiner Seele die sich jetzt mit dir verbindet um dich erwachen zu lassen, um dich wach sein zu lassen. Ich bin der Eine und die Vielen, das unendliche Universum und der winzige Schmetterling. Ergreife diesen alten Stab den ich dir reiche. Lanthanos griff zu und der Stab seiner Seele wurde eins mit seiner Wirbelsäule. Am unteren Ende seiner Wirbelsäule entfachte sich ein mystisches Feuer das sich seine Wirbelsäule bis zum obersten Scheitelpunkt seines Kopfes entlangwand um dort den geheimnisvollen Tausendblättrigen Lotus zu öffnen welcher ihn mit seiner Seele und allen anderen Seelen eins werden ließ. Während dieser seltsamen Zeremonie wurde ihm energetisch ein sprudelnder, grüner, sprechender Cocktail gereicht welcher ihn vollends heilte. Mit seinen inneren Augen sah er den Drachen – das Urbild und Symbol der Weisheit und Unsterblichkeit, die Eiche – den heiligen Baum der Druiden, viele Einhörner und Pegasus – das geflügelte Pferd und Symbol der Liebe. Harfenklänge ertönten um ihn herum und er bekam einen Apfel gereicht, der ihn ursprünglich aus dem Garten Eden warf und ihn nun dorthin zurückführte. Er erkannte in einem Augenblick, dass all die Zauberer, die Fee als Verkörperung des Guten, die Zwerge, der Wolf der Weisheit, der Adler als Symbol der höheren Perspektive, der Schmetterling – ja, das Leben selbst – alles was er im Leben erfuhr, alles was ihm begegnete, Teil von ihm selbst war – Eins mit ihm war und ist. Gehe hin, du gottgleicher Mensch – erklang eine ernsthafte, weise und liebevolle Stimme – bringe den Menschen die Freude die von nun an dein ständiger Begleiter ist und zeige ihnen die Liebe zu sich selbst und ihrem Nächsten gegenüber, auf dass sie ihr höheres Wohl erfahren können. |
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