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Metapherngeschichten

Eisstern

 


Aladin küsst Dornröschen

Es war einmal eine trockene Wüstenrose. Diese war so traurig und matt, denn sie hatte sich Schweres aufgeladen. Sie war beseelt von dem Gedanken die Zukunft und somit alle Dinge, die diese mit sich bringt mit alleiniger Kraft zu kontrollieren. Da saß es nun dieses trockene Kraut auf dem Rücken seines ocker-olive-farbenen Esels, dessen Name Zukunft zu sein schien. Dem einzigen Wesen, das ihr bis dahin geblieben war auf der Suche nach der Quelle der Erkenntnis. Diese Quelle von der man sagte, dass ihr Wasser nach Cocktails, Sonne und Meer schmeckte.

So trottete der Esel mit der Rose auf seinem Rücken schon eine Ewigkeit dahin, so schien es. Das Einzige was zu hören war, war ein leises surren im Hintergrund. Die Rose spürte die Sonne auf Ihren welken Blättern und ein leichter Windhauch bließ ein paar Sandkörner auf ihre Blüte (Trance/Submodalitäten).

Plötzlich, wie aus dem Nichts spürte sie einen heftigen Windstoß. Es riss sie vom Rücken des Esels, als ob ein riesiger Hammer sie zu fall bringen würde.

Es war Aladin, der auf seinem bunten Teppich, der beladen war mit den schönsten Früchten, mit Apfelsinen, Zitronen, ja sogar weißen Blumen, vorbei flog. Es schien als habe er sie nicht einmal bemerkt. Das Einzige was übrig blieb, war ein feurig-flimmerndes Lichtspiel am Horizont und eine Apfelsine, die er im Fluge verlor.

„Wow“, sagte die dürre Wüstenrose zu ihrem Esel. „Dort hinten am Horizont, muss es ein flammendes Fest geben. Die Erleuchtung, die Quelle die aus trockenen Adern reißende und pulsierende Kanäle macht.“ Sie stellte sich die Umgebung ganz genau vor und sah sich in den Horizont tanzen…(Logische Ebenen) „Das ist der spannendste Augenblick seit soo langer Zeit. Lass ihn uns auskosten und versuchen dorthin zu kommen. Trag mich, mein Esel.“

Gesagt getan. Sie schnappte sich die Apfelsine, setzte sich auf den Rücken ihres Esels und biss hastig in die saftige Frucht. Doch als sie den ersten Bissen genommen hatte und der Esel in leichten Trab fiel, blieb ihr dieser im Halse stecken. Sie rang um Luft, schüttelte und rüttelte sich und sprang schließlich vom Esel herunter. Sie hörte, wie ihr Unterbewusstsein mit ihr kommunizierte. Hätte sie doch nicht so eilig in die Apfelsine gebissen. Sie wollte sich doch einfach etwas Gutes tun. Aber sie hätte besser… (6-Step-Refraiming) Bei diesem Gedanken griff sie nach der Flasche, die sie in diesem Moment erspähte. Doch diese war leer.

In ihrem Mund breitete sich widerlicher, mehliger Geschmack aus, denn ihr Speichel wurde immer dickflüssiger. (Submodalitäten) In Ihrer Verzweiflung hielt und drückte sie die Flasche an ihrem Bauch so fest, dass grauer Dunst daraus hervorströmte. Langsam, nach und nach, während die Wüstenrose weiter nach Luft schnappte formte sich daraus eine Stiefmutter. Diese sah die Rose mit strengem und bösem blick an und schlug ihr mit dumpfem, gleichmäßigem Rhythmus auf den Rücken, bis das Apfelsinenstück herausschoss und der Luft freie Wege zur Lunge verschaffte. „Danke“, keuchte die Rose, „Du bist ja gar nicht so böse, wie ich vermutet hatte.“ „Wie kommst Du denn darauf“, sprach die Stiefmutter und reichte ihr ein Glas mit wunderbar kühlem Apfelsaftschorle mit einem Hauch von Zitrusgeschmack.

„Du musst nicht glauben immer alles alleine lösen zu müssen!“, (Milton-Modell mit Botschaft) sprach die Stiefmutter.

Und noch während die Stiefmutter diese Worte sprach, verschwand sie und es wurde Frühling. Vor der Rose breitete sich grüner, saftiger Rasen aus, der nach frisch gemähtem Gras roch. (Magischer Kreis) Sie fühlte sich zurückversetzt in ihre Kindheit. Sie erinnerte sich an ihren ersten Hula Hupp-Reifen, den ihr ihre Mutter geschenkt hatte und mit dem sie im Garten spielte. Sie drehte sich in der Frühlingssonne und kreiste mit den Armen.

Sie sprach zum Esel: „Komm, lass uns an den Horizont wandern und mit den anderen feiern. Alles was wir bereits erlebt haben, stärkt uns unser Ziel zu erreichen.“ (TimeLine zur Aktivierung von Ressourcen)

Sie spürte die Kraft, die wieder in ihr aufkam und sie lief los. Selbstbestimmt ging sie ihren Weg. Die beiden wurden immer schneller. Sie glaubte fest daran den Horizont zu erreichen, wenn sie nur selbst die Verantwortung dafür übernahm.

Und endlich, endlich war er ganz nah, der Horizont. Direkt davor erstreckte sich ein endlos weißer Strand, an dem das türkis glitzernde Meer seine Wellen brach. Das Röschen war so fasziniert von der Farbenpracht dieses Naturschauspiels, dass sie zuerst die feiernden Menschen und Tiere übersah. Unter weißen Sonnenschirmen tummelten sich weiße Katzen, Pferde, Hunde und Kaninchen und ließen sich von den feiernden Menschen nicht stören. Es war Aladin, der das Röschen aus seinem Bann riss, als er sanft zu ihr sprach: „Trink, Du musst durstig sein, kleine Rose. Dieser Cocktail wird dich erfrischen wie ein Kuss. Trink.“ Als das trockene Röslein den ersten Schluck genommen hatte, verwandelte sie sich in das wunderschöne Dörnröschen. Aladin war ganz verzaubert und während er ihr eine weiße Lilie reichte, fragte er sie, ob sie mit ihm in den Horizont schwimmen möchte.“ Dornröschen streckte ihm den Arm entgegen, atmete die Abendluft tief ein und sagte: „Ja, das werde ich.“

Als sie zusammen in den Horizont schwammen, begleiteten sie nur noch die Möwen ein Stück.

Sie fühlte sich ganz weich, warm, beschwingt und frei und sie sagte zu sich: „Mutter Erde sorgt für uns alle, für meine Familie und für mich, …Du musst die Leichtigkeit nur in Dein Leben lassen!“ (Milton-Modell mit Botschaft)

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