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Es war einmal ein fröhlicher Indianerjunge, genannt der Flinke Luchs, der lebte mit seinem Indianer-Stamm in einem wunderschönen grünen, wilden, naturbelassenen Land, mit vielen blühenden Disteln und manchmal regnete es bei 18,5 Grad und Sonnenschein. Von allen Indianerjungen konnte er am schnellsten laufen, am gewagtesten reiten, und alle Indianermädchen umschwärmten mit Begeisterung den Flinken Luchs. Mit seinen Freunden saß er oft im Kreis, aß dabei Erdbeeren mit Pfeffer, trank sein süß-saures Mixgetränk und hörte die verschiedensten Rock-Opern. Das einzige das er nicht so gut konnte, war das Zielen mit Pfeil und Bogen, meistens schoss er seine Pfeile einfach in die Luft ohne ein bestimmtes Ziel treffen zu wollen und sie landeten dann irgendwo auf dem Boden, wo sie achtlos liegen blieben. Von Zeit zu Zeit wurden auf den Stammesfesten hoch in den Bäumen bunte Luftballons befestigt, die mit einer kleinen Puppe oder einem kleinen Teddybär gefüllt waren. Den Indianerjungen wurde jeweils ein Luftballon zugeteilt, auf den sie mit Pfeil und Bogen schießen durften. Die Jungen hatten viel Spaß an diesem Sport und machten Jagd auf die Ballons. Wenn sie getroffen hatten und die Puppen und Teddybären herunterfielen, fingen die Mädchen diese begeistert auf, freuten sich sehr und spielten mit ihnen. Nur der Flinke Luchs machte sich nichts aus diesem Sport, ihn interessierten die Puppen und Teddybären überhaupt nicht und das Mädchen, das ihm gefiel, mochte auch nicht mit Puppen oder Teddybären spielen. So fiel niemandem auf, dass Flinker Luchs mit seinem Pfeil und Bogen keine Ballons traf und wenn ihn jemand danach fragte, zuckte er nur gleichgültig die Schultern, es war ihm einfach nicht wichtig. Eines Tages als Flinker Luchs durch die Wälder streifte, sah er plötzlich ein wunderschönes Indianer-Mädchen stehen, das sehnsüchtig hinauf in die Baumkrone blickte. Flinker Luchs blickte auch hinauf und sah etwas wunderschön Buntes hoch oben im Geäst des Baumes, es faszinierte ihn so sehr, dass er seinen Blick nicht mehr abwenden konnte. Das Mädchen neben ihm bat ihn schließlich: Bitte schieß für mich auf diesen wunderschönen Luftballon, da ist sicher eine besondere Puppe oder Teddybär drinnen. Flinker Fuchs, dem das Mädchen sehr gefiel, eilte schnell nach Hause, holte seinen Bogen und einige Pfeile und schoss auf den Ballon. Doch die Pfeile flogen nur ein Stück und stürzten ab, so sehr sich auch Flinker Luchs bemühte, die Pfeile wollten einfach nicht bis zum Ballon fliegen. Das Mädchen wurde traurig und Flinker Luchs fertigte neue Pfeile an, verbesserte den Bogen und schoss, was das Zeug hielt, jedoch die Pfeile wollten nicht fliegen. Flinker Luchs war ratlos, denn er wusste, dass er alles genauso wie die anderen Indianerjungen machte. Da wurde Flinker Luchs ganz traurig, denn er wollte gerne dem lieben Mädchen eine Puppe oder einen Teddybären schenken und er spürte, dass dieser wunderschöne bunte Ballon ein besonders schönes Geschenk in sich hatte. Als er so traurig an den Baum gelehnt dasaß, hörte er ein Windsausen und plötzlich saß ein merkwürdig gekleideter Junge neben ihn: Hallo, ich bin Peter Pan, du siehst so traurig aus, kann ich dir irgendwie behilflich sein? Flinker Luchs sah verwundert auf und antwortete: Ich muss einen Ballon schießen und kann es nicht, alle anderen können es, nur ich nicht, immer fliegen meine Pfeile zu kurz. Peter Pan schüttelt den Kopf und fragt: Warum willst du denn auf einen Luftballon schießen, der ist doch dann kaputt? Flinker Luchs reagierte verärgert: Willst du mir nun helfen oder nicht? O.k., o.k. antwortete Peter Pan. Seit wann hast du denn dieses Problem? Schon immer, murmelte Flinker Luchs. Und womit hat es angefangen? Fragte Peter Pan, Weiß ich nicht, sagte trotzig Flinker Luchs. Ahäm, räuspert sich da die Eule, die auf einem Ast saß und die Unterhaltung mit angehört hatte, darf ich vielleicht ein wenig helfen? Flinker Luchs, wenn ich dich richtig verstanden habe, möchtest du mit deinem Pfeil und Bogen diesen bunten Luftballon schießen, doch deine Pfeile sind zu schwach. Ja, ich möchte den Ballon treffen, antwortete Flinker Luchs, denn dann fällt eine wunderschöne Puppe oder ein Teddybär heraus und das möchte ich meinem lieben Mädchen schenken und dann gemeinsam mit ihm spielen, ich habe schon so viel versucht, den Bogen besser gespannt, neue Pfeile genommen, es funktioniert nicht. Die Eule fragte: Wie wäre es denn für dich, wenn du den Ballon treffen würdest? Flinker Luchs schaute sehnsüchtig auf den Ballon, er spürte das Neue, dieses etwas, das sein ganzes Leben verändern würde, und antwortete: dann fühl ich mich wie der Indianerhäuptling. Die Eule fragt den Flinken Luchs: wie fühlst es sich denn als Indianerhäuptling? Flinker Luchs dachte ein wenig nach und antwortete: Dann bin ich total in meinem inneren Frieden, trotzdem kann ich bei Gefahr sofort aktiv werden, und ich bin edel und naturverbunden. Und wie wird das mit deiner Freundschaft zu deinem Mädchen? Fragte die Eule neugierig. Ich freue mich schon auf die Freudentänze mit ihr neben dem Vulkan, wo es so nach Feuer riecht, und auf die Verantwortung für die Puppe oder den Teddybären, antwortete Flinker Luchs. Die Eule fragte weiter: Wenn du jetzt auf dem Vulkan stehen würdest und auf dich als Indianerhäuptling hinunterschauen dürftest, wie wäre das? Oh, das sieht einfach prächtig aus, fühlt sich gut an und was ist das, da ich sehe einen Silberpfeil! Flinker Luchs ist ganz außer sich vor Freude, denn er weiß jetzt auf einmal, dass der Silberpfeil ein Zauberpfeil ist, der genau zu seinem Bogen passt und mit dem er den bunten Ballon treffen kann. Er nimmt den Bogen und will ihn mit dem Silberpfeil spannen, um sofort auf den Ballon zu zielen, doch der Silberpfeil ist verschwunden. Mutlos und traurig lässt Flinker Luchs den Bogen sinken und sinkt zu Boden. Hey, jetzt wird nicht schlapp gemacht, spricht Peter Pan, hebt Flinken Luchs auf seine Schulter und sagt: aufgepasst, festhalten, wir düsen los und suchen den Silberpfeil. Und blitzschnell stiegen sie in die Lüfte. Als sie die Wälder und Wiesen hinter sich gelassen hatten, sahen sie unter sich eine große weite Wüste. Man sah den Boden nicht gut, da er beige war und Nebel die Sicht beeinträchtigte. Da plötzlich blinkte etwas schwach in der Ferne. Auf einem grauen Hügel, der inmitten von Lavagestein des nahen Vulkans herausragte, lag etwas. Peter Pan flog langsamer und tiefer und wirklich, da lag der Silberpfeil auf einem Berghügel. Schon wollten sie auf dem Hügel landen um den Silberpfeil aufzuheben, da schrie Flinker Luchs: Hey, Vorsicht, das ist kein Hügel, das ist ein Gigant! Schnell stiegen sie wieder höher, sodass der Gigant, der zu langsam reagierte, sie nicht fassen konnte. Jetzt war guter Rat teuer und so flogen sie zurück zur Eule. Die Eule hörte sich geduldig die aufgeregten Erzählungen an und schlug vor, noch zwei weitere Berater hinzuzuziehen, den schwarzen Panther, der so gut organisieren konnte und den vorsichtigen Regenwurm, dessen Einwände die Eule sehr schätzte. Nachdem sich alle um die Eule versammelt hatten, erzählte Flinker Luchs, wofür er so dringend den Silberpfeil benötige, der von einem Giganten bewacht wird. Die Eule wiegte den Kopf und meinte, sie könnte ja vor seiner Nase auf und abflattern und ihn auf andere Gedanken bringen. Der Panther meinte gut, ich schlage vor, Peter Pan kann dich in die Nähe fliegen und er nimmt den Pfeil, während du den Giganten auf andere Gedanken bringst, der Regenwurm wippte mit dem Körper und meinte, das ist viel zu gefährlich, Eule, du bist doch nicht schnell genug. Die Eule gab dem Regenwurm recht, überlegte und meinte dann, lass uns bei Tag hinfliegen, warten bis es Nacht ist, da kann ich bestens sehen, außerdem fliege ich lautlos und fasse dann den Speer mit meinen Krallen. Und bevor der Gigant noch etwas gemerkt hat, bin ich schon wieder weg. Der Panther überlegte kurz und sagte, dass lässt sich organisieren. Der Regenwurm meinte, Eule, gib trotzdem acht. Flinker Luchs dachte nach, was alle drei sagten und fand auch, dass dies ein guter Plan ist. Noch am gleichen Tag flogen Peter Pan, Flinker Luchs und die Eule in die Wüste, warteten in einer Höhle bis es dunkel wurde und dann flog die Eule lautlos zum Giganten, schnappte im Flug den Silberspeer wie eine Maus von seinem Bauch und flog damit zur Höhle zurück. Flinker Luchs konnte nicht schlafen, sosehr freute er sich auf das Tageslicht und den Flug zurück in den Wald zu seinem wunderschönen Mädchen und den bunten Luftballon. Als sie zurückflogen, war der Wald und die Wiesen noch grüner und schöner als vorhin, ein Bach floss durch das Tal und das Wasser schimmerte ganz blau. Der Wind blies fast wie ein Orkan und der Vulkan verbreitete seine Lava-Hitze. Im Wald angekommen rief er schnell nach seinem Mädchen, sie eilten gemeinsam zum Baum, Flinker Luchs spannte den Bogen mit dem Silberpfeil, zielte, schoss und traf den Ballon. Der zerplatzte und eine wunderschöne Puppe und ein wunderschöner Teddybär fielen dem Mädchen in den Schoß. Flinker Luchs umarmte alle drei, fühlte das Wunder, die totale Veränderung seines Lebens, seine Verantwortung – und fühlte sich auf einmal total lebendig und wohl. Beim anschließenden Freudenfest tranken sie Mescan-Schnaps, sein Mädchen trug eine wunderschöne rote Rose im Haar und sie tanzen, solange die Musik spielte... und wenn die Musik noch spielt, dann tanzen sie noch heute. |
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