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Mirabell
Es
war einmal ein kleines Mädchen, namens Mirabell. Sie lebte
zusammen mit ihren Eltern in einem kleinen gelben Haus nahe einer
großen Stadt. Ihr größter Wunsch war es, fliegen zu können. Nun
kam ihr großer Tag, ihr 10 er Geburtstag. Sie war sehr aufgeregt,
denn ihre Eltern erzählten ihr so oft, dass dieser Geburtstag ein
ganz besonderer Tag sei. Der Tag an dem sich ein Wunsch erfüllen
wird.
Voller Erwartung schlich Mirabell aus ihrem Bett.
„Vielleicht liegt ja mein Geschenk schon auf meinen
Geburtstagstisch“, dachte Mirabell. Doch sie sah nur einen Kuchen,
eine Kerze und einen Blumenstrauß. Enttäuscht ging sie
zurück in ihr Zimmer.
Kurze Zeit später klopfte es an der Tür, und ihre Eltern kamen mit
einem wunderschön verpackten Geschenk herein Mit klopfendem Herzen
öffnete sie die Verpackung. Zum Vorschein kam das lang ersehnte
blaue Samtkleid mit den gelben Blümchen und dem weißen Kragen.
Stolz zog sie das Kleidchen an und spürte die Wärme des
schmeichelnden Stoffes. Sie hatte das Gefühl, als ob ein
energievolles freundliches Wesen sie umarmte. Während sie dieses
Gefühl intensiv genoss, hörte sie ganz leise eine innere
Stimme:
“Mirabell du bist so wundervoll, in dir ist alles was du brauchst
damit sich deine Wünsche erfüllen können, erlaube dir einfach nur
du selber zu sein.“ (Energiefeld
und Milton Suggestionen).
Es dauerte nicht lange da kamen auch schon die ersten Freunde. Es
war ein Kommen und ein Gehen in dieser bunt gemischten
Geburtstagsrunde. Viele Geschenke bekam Mirabell geschenkt,
Z.B. einen Zauberkasten mit vielen kleinen bunten Würfeln. Spielt
man mit Ihnen, so entwickeln sich zauberhafte Momente voller Magie
und Leichtigkeit.
Auch bekam Mirabell ein Goldkettchen mit 4 strahlend weißblauen
Mondsteinen geschenkt.
4 Steine voller Kraft, deren Ursubstanz Mondstaub ist. Die
Kette sah so schön aus, dass sie sich diese gleich umlegen
musste. Während sie jeden einzelnen Stein befühlte, hörte sie
wieder diese leise Stimme: “Mirabell, wenn du den ersten Stein
berührst dann wirst du sofort erkennen können, was dir nicht gut
tut, und der zweite Stein wird dich sofort erkennen lassen, wie du
dir hierzu die nötige Distanz verschaffen kannst. Berührst du dann
den 3. Stein, so wirst du Freude über diese wunderbaren
Fähigkeiten erleben können. Der 4. Stein steckt voller
Wunder und Klarheit, berührst du ihn, so wirst du immer wissen was
du zu tun hast, damit du leicht und lustvoll den Herausforderungen
des Lebens begegnen kannst.“ In diesem Moment wusste
Mirabell, dass diese Kette sie beschützen und ihr ein guter
Wegbegleiter sein wird. (Kettenanker).
Der
Tag verging schnell. Sie lachten viel, aßen viel Schokoladenkuchen,
gingen gemeinsam auf Safarijagd, spielten viele kleine Spielchen und
veranstalteten im Garten ein großes
Picknick. Ein schöner Tag voller Ereignisse. Doch es war schon
spät geworden, und so machte sie sich fertig, um
schlafen zu gehen. In ihrem Bett liegend, ließ sie noch einmal den
Tag Revue passieren, sie dachte an die ganzen Geschenke, an ihre
wundervollen Freunde, aber auch daran, dass ihr größter Wunsch
fliegen zu können nicht erfüllt wurde. So setzte sie sich noch
für kurze Zeit an ihr Fenster und schaute in den Garten und
beobachtete wie eine kleine Amsel von Ast zu Ast flog und sich dann
auf ein Vogelhäuschen nahe ihres Fensters setzte. „ Muss das
schön sein, so fliegen zu können wie die Amsel.“ seufzte
Mirabell.
Während sie vor sich hinträumte, hörte sie auf einmal die Amsel
sprechen.
„Ja,
weshalb sollst du denn nicht so fliegen können wie ich“
zwitscherte die Amsel.
Verwirrt
schaute Mirabell zu dem kleinen schwarzen Vogel. „Seit wann
können denn Amseln sprechen?“ „Wir Amseln können schon immer
sprechen, leider hört uns nicht jeder. Schön, dass du mich hören
kannst.“ zwitscherte die Amsel mit fröhlicher Stimme. „ Du
sagtest gerade, dass du auch gerne fliegen können möchtest.
Wenn du willst, kann ich dir das beibringen, doch brauche ich dazu
deine Aufmerksamkeit. Möchtest du, dass ich dir helfe?“.
„Ja,
das wäre sehr schön. Ich verspüre nämlich schon lange den Wunsch
fliegen zu können, doch keiner sagte mir bisher wie das geht.
Ausgelacht hat man mich und mir gesagt, dass dieses nur Vögel
können.“
„So ein Quatsch, Menschen können aber auch albern sein. Doch
jetzt erzähle mir bitte etwas über deinen Wunsch. Mich
interessiert z.B. was du genau damit meinst und weshalb du es gerne
können möchtest, das Fliegen. Sicherlich stellst du dir
jetzt schon bestimmte Situationen vor, wo du alleine oder aber auch
mit Freunden fliegst. Und vielleicht weißt du auch jetzt schon,
woran du kennen könntest, dass sich dein Wunsch erfüllt hat. All
das möchte ich gerne wissen, damit ich dich gut unterstützen
kann,“ zwischerte die Amsel (Fragen
zum Zielrahmen)
Mirabell stützte ihre Ellenbogen auf ihre Beine und dachte
nach.
„Ich möchte fliegen können, um all die Orte kennen zu
lernen, die Erwachsenen verschlossen bleiben, und ich möchte die
Geheimnisse dieser Welt erkunden. Die Träume zum Beispiel: wenn ich
sie mit wachen Augen ansehen will, gehen sie fort, und ich finde den
Weg zu ihnen nicht mehr. Und sie müssen doch irgendwo sein, auch
tagsüber. Auch habe ich so viel von dem Mantel der Liebe gehört,
doch in keinem Geschäft habe ich ihn hängen sehen. Dieses Gefühl
von Freiheit, alles sich ansehen zu können, das stelle ich mir
schön vor. Und wenn ich dann fliegen kann, möchte ich
das meinen Freunden beibringen, damit wir gemeinsam fliegen
können.“
(Auszüge
aus Smarte)
Während
Mirabell von ihren Wunsch fliegen zu können erzählte, nickte
verständnisvoll die Amsel
und gab ab und zu mit ihren eigenen Worten das Gesagte wieder.
„Das
hört sich sehr gut an was du dir da wünscht. All die Orte und
Geheimnisse kenne ich und kann sie dir zeigen. Wir müssen uns
allerdings gleich auf den Weg machen, denn zum Mantel der
Liebe müssen wir ein Stückchen fliegen.“ sagte die Amsel.
„Wie soll das denn gehen, ich habe doch keine Flügel wie du“.
bemerkte Mirabell
„Ganz einfach! Als erstes stell dir ganz intensiv vor du kannst
das alles schon. Dann ziehe dein blaues Samtkleid an und lege deine
schöne Mondsteinkette um. Außerdem hast du mich. Nehme aus diesem
Becher 3 Schluck Quellwasser und lausche meinen Anweisungen, dann
geht das Fliegen wie von selbst.“
Gesagt, getan, gespannt lauschte Mirabell den Worten der
Amsel.
„Lehne dich zurück und entspanne dich, jetzt. Vielleicht
hast du Lust, all die Bilder an dir vorbeiziehen zu
lassen die sich dir in diesem Moment zeigen, jetzt, während ich mit
dir spreche. Die Bilder, die dich daran erinnern, wie einfach du
bisher schon deine Wünsche erfüllt hast. Du hörst vielleicht
Worte der Bestätigung, dass du das kannst, und spürst wie dein
Atem dich mit der nötigen Energie versorgt. Und während du meine
Stimme hörst, kannst du langsam deinen Empfindungen folgen
und spüren wie du ganz leicht wirst, jetzt. (Milton
Sprache)
Plötzlich
spürte Mirabell ein leichtes Jucken auf ihrem Rücken und
hörte wie die Nähte ihres blauen neuen Samtkleides aufgingen.
Erstaunt drehte sie ihren Kopf nach hinten und sah, wie sich zwei
strahlend weiße Flügel entlang ihres Rückens bildeten.
„Die Flügel stehen dir aber gut. Jetzt breite deine Flügel aus,
werfe deine Beine nach hinten und der Wind wird dich tragen wohin du
willst.“
Den Anweisungen folgend breitete Mirabell ihre Flügel aus und warf
ihre Beine nach hinten, und es dauerte auch nicht lange, da schwebte
sie neben der Amsel hoch über den Bäumen mitten in den
blauen Himmel hinein.
„Das geht ja ganz einfach,“ jubelte Mirabell der Amsel zu.
„Ja, das machst du aber auch sehr gut“, lobte die Amsel. Doch
jetzt lass uns gemeinsam mal schauen, welche Geheimnisse und Orte
wir sehen können.
Nach einigen Flugminuten verdunkelte sich plötzlich der Himmel und
die Landschaft wurde immer karger. Die Bewohner des kleinen Tales
unter ihnen, standen verängstigt vor ihren Häusern und blickten
gen Himmel. Immer mehr Flugsaurier in den unterschiedlichsten
Größen näherten sich dem ehemals so fröhlichen Ort. Einige der
Flugsaurier fingen sogar an Feuer zu speien und unter den Einwohner
machte sich Unsicherheit breit. Einige diskutierten
heftig darüber, wie man diesen Ungeheuern am besten entgegen treten
könnte, andere jammerten über das große Unglück, welches über
sie gekommen war. Sie waren so beschäftigt, dass sie den kleinen
Jungen am Rande des Ortes nicht bemerkten, der traurig mit
zerschlissenen und zu engen Kleidern am Boden saß und voller
Sehnsucht zu den Flugsauriern blickte. (
Beginn Change History mit Innerem Kind)
„Wo sind wir hier?“ fragte Mirabell ihre Begleiterin.
„Wir überfliegen gerade das Jammertal, es ist der kürzeste Weg
zum Mantel der Liebe.“
„Schau mal liebe Amsel, da unten der kleine Junge, er sieht
so traurig aus, können wir ihn auf unsere Reise mitnehmen? Ich
wünsche mir für ihn, dass er auch etwas Schönes erlebt, so wie
ich es jetzt genieße mit dir auf Reisen zu
sein.“
„Selbstverständlich, das ist überhaupt kein Problem. Du brauchst
nur deine Beine ausstrecken und die Flügel anlegen, dann werden wir
landen können.“ sprach die Amsel.
Gemeinsam setzten sie direkt neben dem kleinen Jungen auf, und luden
ihn ein, mit auf ihre Reise zu kommen. Dieses ließ der Junge sich
natürlich nicht zweimal sagen, musste er doch bisher alleine
spielen und hatte keinen mit dem er reden konnte.
Er kletterte auf Mirabells Rücken und zu Dritt ging die Reise
weiter.
Gemeinsam schwebten sie durch die Lüfte, genossen den warmen
Wind und erzählten einander ihre Erlebnisse. Und während sie
nett miteinander plauderten, fing die Landschaft sich
abermals an zu verändern. Alles wurde heller und
freundlicher. Große alte Eichenbäume und grüne Frühlingswiesen
säumten ihren Weg, und statt der Flugsaurier bevölkerten jetzt die
unterschiedlichsten Singvögel den Himmel.
„Wohin geht denn jetzt die Reise?“ rief Mirabell der Amsel
zu
„Wir fliegen jetzt zum Traumhof, du wolltest doch wissen wo
die Träume sich tagsüber aufhalten.“
Und schon sahen sie einen großen Gutshof. Um sich diesen Hof
genauer ansehen zu können, landeten sie auf einer 300 Jahre alten
Eiche. Ein großes Scheunentor öffnete sich und eine lange grüne
Leiter kam heraus. Sie stolzierte mit langsamen Schritten auf
den alten Baum zu und legte an die Zweige an. Nach einem
kleinen Begrüßungsritual, bei dem Mirabell und der
kleine Junge mit ruhiger Stimme einander sagten was sie gerade
wahrnahmen, lud die Leiter sie beide ein, hinunter zusteigen, damit
sie sich den Ort der Träume genauer ansehen können. Kaum
waren sie auf der Leiter, wurden sie immer müder, Eine leise Stimme
führte sie die 10 Sprossen hinunter. Von 10 nach 9 und von 9 nach
8, bis sie schließlich völlig entspannt bei 1 auf dem Hof
angelangt waren. Während sie etwas schlaftrunkend über den
Hof gingen, kamen ihnen die komischsten Gestalten entgegen. So
begegneten ihnen schöne Kleider und Kostüme. Sie drehten
sich hin und her, wie es sich für Traumtänzer gehört.
Weit und breit war kein Mensch zu entdecken nur die merkwürdigsten
Gestalten und Gegenstände, die freundlich den Gästen zunickten.
Verwirrt schaute Mirabell zur Leiter. „Das sind alles
Traumgestalten, wir halten uns hier auf dem Traumhof fit, denn wenn
uns jemand in seiner Traumgeschichte braucht, wollen wir in Form
sein.“ Mirabell und der kleine Junge sahen noch viele
Traumgestalten, doch es war an der Zeit wieder zur Amsel zu gehen.
So stiegen sie Sprosse für Sprosse die Leiter hinauf von 1 nach 2
und während sie an all die Traumgestalten dachten waren sie bei 3
und sie spürten die Kraft der Träume nach 4 und als sie nach 5
stiegen, hörten sie schon das Zwitschern der Amsel. Es
dauerte auch nicht lange da waren sie bei 10 und frisch und
munter begrüßten sie ihre Wegbegleiterin. (Trance
Tiefe).
„Jetzt
müssen wir uns aber beeilen, um zum Mantel der Liebe zu kommen. Es
ist schon spät.. Lasst uns doch gleich weiterfliegen.“
Nachdem sie den Traumhof verlassen hatten, flogen die Drei eine
Weile über eine Landschaft voller blühender Wiesen, Felder und
Seen. Und es dauerte auch nicht lange, da sahen sie einen großen
kegelförmigen Berg der von einer wunderschönen dunkelblauen
Fläche bedeckt war. Am Fuße des Berges landeten sie und bestaunten
diesen leuchtend blauen Berg.
„Da ist er“, sagte die Amsel und deutete auf die große
dunkelblaue Fläche.
„Der Mantel der Liebe?“ fragte Mirabell. „Ja, der Mantel der
Liebe.“
„Der ist ja viel größer als alle Mäntel der Welt zusammen!“
„Das muss er aber auch sein, denn er hat viel zu zudecken!
Geht nur hinauf auf den Berg und lüftet einen Zipfel, dann seht
ihr, was alles darunter liegt.“
Der kleine Junge nahm ein Stückchen des Saumes, Mirabell ein
anderes, und gemeinsam legten sie es nach hinten. Da war es, als
hätten sie ein Fenster geöffnet, durch das sie in ein Haus
blickten. Ein Mann und eine Frau stritten miteinander. Doch nach
einigen Minuten ging die Frau zum Fenster, zog einen Zipfel
des blauen Stoffes hinein und legte ihn sich selbst und ihrem Mann
um die Schultern. Sie lächelte, und es dauerte nicht lange,
da lagen sie sich in den Armen und wussten nicht mehr weshalb sie
sich gestritten hatten. Egal in welches der vielen Häuser sie
blickten, überall sahen sie kleine und größere Ungerechtigkeiten,
doch immer wieder öffnete sich eine Tür, ein Fenster und ein
Stückchen Stoff wurde hineingezogen.
Mirabell und der kleine Junge blickten einander zunächst erstaunt
und dann verstehend an. Sie hatten begriffen.
„Das ist also der Mantel der Liebe? So schön und groß habe ich
mir diesen Mantel nicht vorgestellt! Besteht die Möglichkeit,
dass wir dem kleinen Jungen von diesem schönen Stoff einen Mantel
schenken? Seine Kleider sind ihm zu eng und zerschlissen sind sie
auch,“ fragte Mirabell
Die Amsel nahm eine große Schere aus ihrem Gefieder und ließ den
kleinen Jungen sich unter den Mantel stellen. Dann schnitt sie rings
um ihn herum den Stoff ab. Kaum war sie fertig, passte sich der
Stoff dem Jungen an und wurde zu einem Mantel, der genau die
richtige Größe hatte.
„Der passt dir jetzt dein ganzes Leben lang, denn der Mantel der
Liebe wird nie zu kurz oder zu eng.“ Der Junge strahlte und
mit einem Schmunzeln steckte die Amsel die Schere wieder zurück in
ihr Gefieder und gemeinsam machten sie sich auf den Heimweg.
Natürlich
jeder mit einem großen Stück blauen Stoffs unter dem Arm. Genug
für jeden Schneiderlehrling. |