NLP Berlin NLP Nielsen NLP Practitioner Coach MasterTrainer Ausbildung NLP Coaching Berlin 

 

NLP & Coaching Institut Berlin 

 

Startseite  |   Über uns  |   NLP-& Coach-Ausbildungen  |  Terminübersicht  |   Firmentraining   |   Coaching  |   Sitemap

Metapherngeschichten

Eisstern

 


Der Prinz

Es war einmal ein Prinz, der in einem großen Schloss allein lebte. Um dieses Schloss herum war eine große Wiese mit vielen Blumen. Die Parkanlage direkt am Schloss erstrahlte in großer Blütenpracht: rote Tulpen, Anemonen und Rosen, dazwischen einige Olivenbäume. Der Prinz saß in seinem Schlosspark bei strahlendem Sonnenschein. Es war angenehm warm. In dem kleinen Schlosszoo war eine majestätische Giraffe, das Symbol für Kraft und Energie, der Mittelpunkt.

Der Prinz erinnerte sich an seine früheste Kindheit. Da hatte er ein Mädchen weit weg von hier kennen und lieben gelernt. Wenn er daran dachte, erfüllte ihn ein Gefühl der Freude und Erregtheit. Er stellte sich vor, dass das Mädchen jetzt bei ihm wäre und die damalige Zeit sich wiederholen würde. Gleichzeitig hatte er jedoch auch Angst, das Mädchen könnte ihn vergessen haben. In seiner Vorstellung lebte das Mädchen in einem Wald in einem kleinen Schloss mit einem Apfelbaum davor. Dort war es ebenfalls so warm wie hier bei ihm. Er konnte den Duft des Waldbodens förmlich riechen. Eine bekannte klassische Melodie lag in der Luft.

Während er so in seinem Park saß, wünschte er sich, dort bei dem Mädchen zu sein und ihr einen Apfel von dem Baum, zu pflücken. Die Ursache war eine tiefe Sehnsucht nach den Kindertagen, in denen er froh und glücklich war. Sein Ziel war es, zu dem Schloss zu dem Mädchen zu gelangen. Die Kraft und den Mut dazu hatte er. Einzig und allein der ungewisse Weg hielt ihn noch zurück, seinen Plan in die Tat umzusetzen. Doch wie schön würde es sein, endlich den weiteren Lebensweg gemeinsam mit dem Mädchen zu gehen. Diese Vorstellung machte ihn noch stärker. Und das Bild der Angst, dass sie sich abwenden würde, weil sie ihn vergessen hatte, wurde immer blasser. Das Bild, dass sie ihn freundlich anlächeln würde, wurde so stark, dass das Bild der Angst plötzlich ganz verschwunden war.

Er begann, zu träumen. In seinem Traum verwandelte sich das Mädchen in eine Meerjungfrau. Sie lebte auf dem Meeresgrund, umgeben von herrlichen Seeanemonen in einem tiefblauen Meer. Er spürte den salzigen Geschmack des Meerwassers auf der Zunge. Es roch nach Hafen und frischem Fisch. Das Meeresrauschen war auch in der Tiefe zu hören. Die Meerjungfrau saß in dem Anemonenfeld auf dem Meeresgrund und hatte eine Weintraube in der Hand. Doch was war das: ein riesiger Oktopus bedrohte das Mädchen. Er kam immer näher, das Mädchen versuchte zu fliehen. Der Prinz betete im Traum zum Meeresgott Poseidon: „Wie kannst Du mir jetzt helfen?” Da erinnerte er sich an die Worte seines Vaters: „Du musst Dein Schicksal selbst in die Hand nehmen!”

Der Prinz erwachte aus seinem Traum und wollte sich sofort aufmachen, um das Mädchen zu suchen. In seiner Vorstellungskraft war das Mädchen nun nicht mehr im Wald, sondern weit weg auf einer Wiese im Universum. Zwei große Bäume, deren Zweige sich berührten, standen auf dieser Wiese. Das Mädchen war zu einer jungen Frau geworden, dass wie Schneewittchen aussah.

„Wie komme ich dorthin?” Der Weg schien unüberwindlich. Doch er wollte Schneewittchen retten. Das war seine Absicht! Sie war in großer Gefahr und diese Vorstellung machte ihn stark: ”Du schaffst es! Du kannst alles schaffen, was Du willst!”

Er holte einen Schlitten aus dem Stall und spannte seine Huskys davor. In seinen Gedanken sah er das Mädchen unter den Bäumen Walzer tanzen. Er stellte sich vor, bei ihr zu sein, seinen Arm um sie zu legen und mit ihr zu tanzen. Ja, er tanzte mit ihr auf dieser Wiese. Doch wo war dieser Ort zu finden? In seinen Gedanken wuchsen ihm und seinen Huskys Flügel. So könnte er die unendlich Entfernung überwinden. Denn er musste bei Schneewittchen sein, bevor das Unglück geschah, das er kommen sah: Die kleine Welt in der unendlichen Weite drohte zu zerbrechen in Millionen kleiner Stücke und würde für immer verloren sein.

Die Angst, zu spät zu kommen, ist übermächtig. Die Situation läuft wie ein Film vor ihm ab: er kann die Wiese mit Schneewittchen schon sehen, und da zerbricht alles vor seinen Augen. Doch die Kraft und der Wille, Schneewittchen zu retten, wird immer stärker. Er stellt sich vor, er hat es geschafft, er hat die Wiese rechtzeitig erreicht und lässt den Film schnell rückwärts vor seinem geistigen Auge ablaufen. Und sein Mut und seine Kraft werden noch größer.

Und wieder dieses Bild: Er schaut von oben auf die Wiese, sieht sich und Schneewittchen beim Walzertanzen, ein Wiener Walzer. Sie hat eine rote Rose im Haar. Auf einem kleinen Tisch steht eine Flasche Rotwein und zwei Kristallgläser. Und mit den Tanzenden fängt die Wiese an, sich zu drehen, immer schneller, im Walzertakt! Voll Mut und Kraft, das herrliche Bild in seinem Herzen verankert, macht er sich auf den Weg. Seinen Sehnsucht zu Schneewittchen beflügelt ihn:

„Ich schaffe es!” 

zurück zur Metapherngeschichten-Übersicht


 

Sie können den folgenden Link  für Ihre Anmeldung oder Fragen verwenden

oder damit unseren E-Mail-Rundbrief abonnieren, den wir alle 2-4 Monate versenden.

Bitte hier klicken, dann öffnet sich ein Antwortformular.

 

 

NLP- & Coaching-Institut Berlin

10777 Berlin, Winterfeldtstr. 97, Nandana & Karl Nielsen

www.NLP-Nielsen.de, Tel. 030 - 21 47 81 74, Fax - 73, Infos@NLP-Nielsen.de

                                   Impressum