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Es
gab eine Zeit, wo Gewitterwolken den Himmel verdunkelten, lange
Zeit drang kein Sonnenstrahl hindurch, um die Erde mit Ihrer Fülle
an Energie und Wärme zu durchfluten. Kaum eine Pflanze hatte in
dieser Zeit eine Chance, sich seinen Weg durch die kochend-heiße
Masse des dunkelroten, sauren Bodens zu bahnen. Lediglich
vertrocknete Disteln und Feigen tragende Kakteen säumten die
felsige Landschaft mit Ihren unförmigen, stacheligen Körpern.
Der Geschmack Ihrer Früchte war sauer und Ihr Geruch erinnerte an
den von bitteren Mandeln. Der
alte Löwe hatte es schwer in dieser Zeit. Vom Hunger abgemagert
und vom Lebensmut verlassen streifte er durch die weite, glutheiße
Steppe auf der Suche nach etwas Essbarem. Sein Magen brummte und
trotz der beißenden Gluthitze waren seine Pfoten ganz kalt und
sein Fell von dem brodelnden und an den inzwischen süßlich-sauren
Geschmack von Caipirinha erinnernden Quellwasser durchnässt. Die
Spuren seiner geliebten Gefährten hatte er längst verloren, er
konnte nicht einmal sagen, ob sie noch am Leben waren oder ob sie
wohlmöglich den Strapazen dieser an den Abgrund der Hölle
erinnernden Gestalt der Erde zum Opfer gefallen sind. In
den kalten, einsamen Nächten der Steppe dachte der alte Löwe oft
daran, wie schön diese Welt früher einmal gewesen ist. Damals,
zu einer Zeit, als er und seine Gefährten die Weiten der
fruchtbaren Savanne beherrschten, damals als die anderen Tiere mit
Ihren Herden in den sonnendurchfluteten, grünen Tälern grasten
und er als gefürchteter, aber gerechter, Jäger in der Welt
bekannt war. Er
erinnerte sich, wie sich eines Tages seine von Gott geschaffene
wunderschöne Welt zu verändern begann. Der alte Löwe traf auf
ein seltsames, ihm bis dahin unbekanntes Geschöpf namens Mensch.
Dieses Wesen wurde sehr bald unter der gesamten Tierwelt für sein
aufbrausendes Wesen bekannt. Mit dem Verhalten dieses Geschöpfes
sich selbst und seiner Umwelt gegenüber änderte sich die Gestalt
der Erde. Der nunmehr alte Löwe dachte in seinen Träumen jede
Nacht daran, wie in Angesicht der schleichenden Gefahr einst der
Älteste seiner Gefährten alle Tiere der Savanne zusammen rief
und vor Allen mit hoch erhobenem Haupt und kraftvoller Stimme zu
Ihnen sagte: „Lasst uns nicht verzweifeln und tatenlos mit
ansehen, wie der Mensch durch seine Gier nach Macht und Besitz die
Gestalt und das Wesen unserer aller Welt in den Abgrund zieht.
Doch nicht der Krieg ist der Weg, sondern die Kommunikation. Wenn
wir es schaffen, uns mit ihm zu verständigen und ihm zeigen, dass
wir fähig sind, seine Gefühle und die gute Absicht hinter seinem
Verhalten zu verstehen und zu akzeptieren, dann würde auch er
Mensch den Sinn hinter der Existenz seiner Umwelt mit deiner
Pflanzen- und Tierwelt erkennen und verstehen. Er wird einsehen,
dass es möglich ist, in Harmonie zusammenzuleben, denn wir alle
sind ein lebensnotwendiger Bestandteil der Gesamtheit der göttlichen
Schöpfung.“ Doch die anderen Tiere verstanden die Botschaft des Ältesten nicht. Sie erkannten nicht, welche enorme Bedeutung die Kommunikation auf die Entscheidungen, die Weltanschauung und die Reaktion des Anderen hat. Sie lebten in Ihrer eigenen beschränkten Welt und rückten nicht ab von Ihrer Meinung, dem Menschen lieber aus dem Weg gehen zu müssen und so eine größere Überlebenschance zu haben. Und so kam es niemals zu einem Gespräch zwischen Tieren und Menschen. Keines der Tiere hatte die Botschaft des Ältesten verstanden. Doch auch der Mensch selbst in seiner eingeschränkten Wahrnehmung der Wirklichkeit hatte nicht genug Weitsicht, um die Folgen seiner Entscheidungen langfristig absehen zu können. So kam es, wie es kommen musste. Durch das Verhalten des Menschen ging es mit der Herrlichkeit, der Fruchtbarkeit und der Vielfalt der Erde zu Ende. Und
der alte Löwe streifte weiter durch die heiße, karge Steppe,
einsam und hungrig, mit seinem Lebensmut scheinbar am Ende. Doch
diese Nacht war nicht wie die Nächte zuvor. In dieser Nacht
geschah etwas Sonderbares, etwas dass der alte Löwe nie zuvor
erlebt hatte und das seine Sicht von der Welt für immer verändern
sollte. In
seinem Traum erschien dem alten Löwen eine Gestalt. Er konnte sie
zunächst nicht genau erkennen, doch dann erkannte er einen großen,
schlanken Menschen. Dieser sprach mit tiefer Stimme zu Ihm:
„Hallo mein Freund, ich bin Anthony Robbins. Ich werde Dir eine
Welt zeigen, die Dich an Deine frühere Zeit erinnern wird, eine
Welt voller frischem Blau. Diese Welt wird voller Sonnenblumen
sein und voller Wiesen und klarem Wasser. Du siehst die
strahlende Sonne am Himmel und nimmst dieses schöne Sommerwetter
mit den einzelnen kleinen Schäfchenwolken am Himmel war. Dabei
hast Du diesen fruchtigen Geschmack von Mango-Bananensaft mit
Vanillearoma auf Deiner Zunge, der Titelsong von Ally Mc Beal
klingt von der Ferne in Deinen Ohren. In dieser hügeligen,
wunderschönen Landschaft siehst Du die freien Giraffen in der
Natur, mit ihrem lustigen Fell und Du bist verzückt von der Liebe
zwischen den Tieren. Es ist angenehm warm und Du spürst eine
zarte Hand in Deinem Nacken und fühlst Dich einfach nur wohl. Und
der Löwe stellte sich diese Welt lebhaft vor seinem Inneren Auge
vor. Er nahm die Klänge der Natur mit seinen Ohren wahr und spürte
diesen angenehmen blumigen Geschmack auf seiner Zunge, es roch in
seiner Nase wie auf einer frischen Sommerwiese, er spürte die
zarte, samtweiche Hand in seinem Nacken und fühlte sich einfach
nur wohl. Tony Robbins nahm wahr, dass sich die Physiologie des Löwen veränderte sagt zu ihm: „Hey mein Freund, das was Du in diesem Augenblick wahrnimmst, ist die Wirklichkeit, die Du Dir selbst in Deinen Gedanken und mit allen Deinen Sinnen schaffst. Die Welt, in der Du Dich so einsam, hungrig und verlassen gefühlt hast, hast Du Dir ebenso selbst geschaffen. Es gibt jedoch nur eine Wahrheit, und zwar die, die Du Dir in Deinen Träumen selbst gibst. Du kannst Deine Zustände und damit auch Deine Sichtweise und Deine Reaktion selbst beeinflussen, indem Du nur deine Wahrnehmung der Welt veränderst. Und
von da an begann der alte Löwe zu begreifen. „Ich selbst übernehme
die Verantwortung für meine Gefühle“ sagte er zu sich selbst.
Ich muss die Welt nur aus einem anderen Blickwinkel betrachten und
kann auf diese Weise meine eigene Wirklichkeit schaffen. Und während
er dies sagte, verschwand Anthony Robbins mit einem Lächeln in
seinem Gesicht und einem leuchtenden Strahlen in seinen Augen. Der
alte Löwe wusste, dass er verstanden hatte. Er war nun gelassener
geworden und hatte mehr Verständnis für die Ansichten anderer
entwickelt. Er war nunmehr entschlossen, sein Leben in eine
positive Bahn zu lenken und alles Notwendige dafür zu tun. Und der Löwe erwachte aus seinem Traum. Mit hoch erhobenem Haupt, so wie es einst der Älteste vor allen Tieren getan hatte, geht er auf den Rand des Hügels zu und blickt über die Weite der Steppe. Er glaubt, seinen Augen nicht trauen zu können. Die Welt hatte sich vollkommen verändert. Die gelbe Sonne steht hoch am Himmel. Er geht auf die andere Seite des Hügels und erblickt einen weißen Sandstrand, herrlich grüne Palmen und kristallklares blaues Wasser. Zwei bunte, wunderschöne Schmetterlinge, steigen in den strahlend blauen Himmel hinauf, um Ihren Tanz der Liebe zu vollführen. Am Strand spielen fröhliche Menschenkinder mit den Löwenbabies und den anderen Tieren, die aus der Savanne gekommen waren. Nun spürt der Löwe ein tiefes Glücksgefühl, sein Herzschlag wurde ruhiger und er hört das Wellenrauschen und den Klang sanfter, klassischer Musik in seinen Ohren. Er steigt den Hügel hinab zum Strand, erfrischt sich zunächst mit einer dunkelroten, köstlich süßen Wassermelone und einem alkoholfreien Pinacolada und geht auf die spielenden Menschen und Tiere am Strand zu. Just in diesem Moment erblickt er einen sonderbaren Menschen. Dieser Mensch hatte seine Arme überkreuzt, so dass er mit seinen Händen seine jeweils gegenüberliegende Schulter berührt. Der Löwe fragt den Mann: „Wer bist Du und warum sitzt Du so eigenartig da?“ und der Mann sagt zu dem Löwen: „Man nennt mich Martin Luther King, ich hatte vergangene Nacht einen wunderbaren Traum und seither weiß ich, dass ich meine Träume leben und meine Ziele verwirklichen kann und diese Welt, in der alle Menschen, ob Schwarz oder Weiß, zusammen mit allen Tieren eine große friedvolle Gemeinschaft bilden, in der alles mit allem zusammenhängt, dies war mein größter Traum.“ Und der Löwe verstand. |
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