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Ausgewählte bisherige Anfragen und kurze Antworten
von uns dazu:
Thema:
Familie und Erziehung
Die Namen und Angaben zu Personen haben wir verändert.
Anfrage 17
Sehr geehrte Damen und Herren ich brauche dringend mal Ihren Rat. Folgendes
ich habe eine 16 -jährige Tochter , zu der ich keinen Kontakt
halten durfte,
da die Mutter es nicht wollte. Desweiteren, war es zu DDR - Zeiten
nichtmöglich als unehelicher Vater ein Umgangsrecht zu erwirken,
das versuchte ich nach 1990, leider auch hier ohne Erfolg die Mutterwurde
nur zur Auskunfstpflicht mir gegenüber verpflichtet. Das war also
das letzte
Mal wo ich meine Tochter sah. Jetzt rief mich die Mutter an und teilte
mir
mit, dass meine Tochter mich kennenlernen möchte. Dieses Treffen
soll im
November sein. Nun, die Mutter ist mit dabei. Sicherlich können
sie sich
vorstellen, dass diese Situatuion für mich sehr anstrengend ist.
Nochzumal ich
weiß, dass sie ihren Sohn aus der ersten Ehe auch immer gegen
seinen Vater
aufgehetzt hat , ich nehme an, dass auch meine Tochter unter dem Einfluß
ihrer
Mutter steht.Ich weiß einfach nicht, wie ich mich, auf dieses
Treffen
richtig vorbereiten soll ? Wie soll ich auf meine Tochter zugehen
???
Können Sie mir hier ein paar Tipps und Rat geben, dass dieses
Treffen
kein Reinfall für mich wird. Noch zumal ich froh darüber
bin, dass ich endlich
meine Tochter sehen darf!!!!Über eine Antwort wäre ich Ihnen
sehr dankbar
!Mit freundlichen Grüssen Peter
>----------------------------------------------------
Kurze Antwort
Vielen Dank für Ihre Anfrage.
Ich entnehme Ihrer Anfrage, dass Sie sich sehr auf Ihre Tochter freuen.
Genießen Sie diese Freude und verbinden Sie sich mit diesem Gefühl,
dann
wird auch Ihre Tochter diese Freude spüren, und das wird ihr sicher
sehr gut
tun. Seien Sie auch freundlich zur Mutter Ihrer Tochter, denn der Sinn
Ihrer
Begegnung ist ja, daß Ihre Tochter Sie kennen lernen möchte
und nicht Streit
oder eine schlechte Atmosphäre zwischen Ihren Eltern erleben will.
Sicher
ist es bitter für Sie, dass Sie Ihr Kind so lange nicht sehen
konnten. Wie
schön, dass Ihre Tochter jetzt diesen Wunsch geäußert
hat und Ihre ehemalige
Freundin dem auch nachkommt. Sehen Sie das Treffen als den Beginn einer
Beziehung zu Ihrer Tochter und nicht als eine Klärung mit Ihrer
Frau. Ihr
Verhalten wird mehr über Sie sagen, als tausend Worte. Vermitteln
Sie Ihrer
Tochter das Gefühl, dass Sie froh sind, ihr Vater zu sein und
bringen Sie
sie in keinen Konflikt mit ihrer Mutter. Ihre Tochter ist ja schon
fast eine
junge Frau und sicher wird sie sich selbst ein Bild von ihren Eltern
machen,
egal was die Eltern ihr gegenseitig von dem anderen vermitteln. Zeigen
Sie
ihr einfach Ihre Freude und Zuneigung und versuchen Sie dazu beizutragen,
dass Ihre Tochter sich bei diesem Treffen nicht um Ihre Eltern kümmern
muß,
sondern dass ihre Eltern sich um sie kümmern.
Ich wünsche Ihnen gute Nerven und einen schönen Anfang in
der Beziehung zu
Ihrer Tochter,
liebe Grüße,
Nandana
Anfrage 49
Ihre Beiträge zum Downloaden finde ich hervorragend. Für
jede Woche nehme
ich mir eines Ihrer speziellen Themen vor. Heute möchte ich mich
gesondert an
Sie wenden, mit einem Problem, das mich täglich belastet. Seit
ca. 1 1/2
jahren lebe ich in Trennung und werde in wenigen Tagen geschieden.
Nicht die
Trennung/ Scheidung ist mein Problem. Nein, es ist unser 6-jähriger
Sohn Johannes. Vorab einige "Daten" für Sie: meine Frau ist 33,
ich bin 43
Jahre. Wir waren 2 Jahren zusammen, bevor wir geheiratet haben. Insgesamt
waren wir 4 Jahre verheiratet. Ich habe im Nov 97 die Trennung von
meiner
Frau vollzogen, nachdem das Zusammenleben mit meiner Frau für
mich eine
starke Belastung geworden ist. Während der Ehezeit hatte meine
Frau 2
"Liebschaften". Dieser für mich starke Vertrauensbruch hat mir
den "Rest"
gegeben. Meine Frau hatte zum Ende der Ehezeit mehrfach mit Trennung
"gedroht", es aber nie ernsthaft und konsequent durchgeführt.
Wir haben über
1 Jahr lang eine Eheberatung aufgesucht.
Mir hatten diese Beratungsstunden viel gegeben. Die Anregungen und
auchKritik des Beraters fand ich außerordentlich interssant.
Als Fazit aus
diesen Beratungen, habe ich letztendlich nur eine Trennung von meiner
Frau
gesehen, was ich dann auch vollzogen habe. Meine größte
Sorge war Johannes.
ich hatte Angst, ihn zu verletzen, ihm eine "heile Familienwelt" zu
entziehen. Ich hänge sehr an ihm und liebe ihn sehr. Ich habe
versucht, ihn
sanft und gefühlvoll auf die Trennung vorzubereiten. Ich bin ehrlich
zu ihm
gewesen und habe versucht, die Trennung kindgerecht nahezubringen,
was mir
sehr schwer fiel. Er hat mich während der Wohnungssuche für
mich begleitet
und er hat mitentscheiden dürfen. Nach meinem Auszug ist 3 Wochen
später
einer der "Liebschaften" meiner Frau zu ihr gezogen. Nach 6 Monaten
wurde sie
schwanger. Ich wollte mir nach der Trennung für meinen Sohn und
mich Zeit
nehmen und bin bewußt keine weitere Partnerschaft eingegangen.
Während der
Trennungszeit habe ich versucht mit meiner Frau eine Umgangs- und
Besuchsregelung für Johannes zu finden.
Wir hatten eine mögliche Lösung gefunden. Diese wurde dann
aber
nach kurzer Zeit von meiner Frau nicht mehr eingehalten. Der Umgang
mit
Johannes war nicht regelmäßig. Er hat häufig und auch
heimlich (ohne
Wissen seiner Mutter) bei mir angerufen und gewünscht, das er
mich besuchen
darf. Ich habe alles versucht, um dies für ihn zu ermöglichen,
da auch ich mich
sehr nach ihm sehne. In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt hat es dann
auch
wieder eine zeitlang funktioniert. Seine Mutter versucht ihn ständig
mit Äußerungen, wie "der neue Mann ist jetzt Dein Papa",
"wenn Du zu dem
anderen Papa willst, dann brauchst Du nicht mehr wiederkommen",usw.
usw..
Alles Äußerungen, die ihn stark verunsichert haben. Während
eines Gespräches
beim Jugendamt, hat meine Frau zugegeben, das sie mich gehasst hat
und mich
für Alles verantwortlich macht. Ich wäre ein schlechter Vater
und ein großer
Egoist. Dies würde sie Johannes auch jeden Tag sagen, damit er
weiß, was für
ein Mensch ich bin. Auch in Anwesenheit der Dame vom Jugendamt werde
ich mit Beleidigungen überschüttet und aufs Tiefste verletzt.
Trotzallem suche ich immer wieder das Gespräch, um eine Lösung
für
Johannes zu finden, der mehr Umgang mit mir möchte.
Er ruft mich häufig an und bekundet mir seine Gefühle. Es
bricht mir
das Herz, da ich keine Lösung zu diesem Problem finde. Eine faire
Lösung, die
Johannes gerecht wird. Meine Frau und ich, haben uns auf ein gemeinsames
Sorgerecht geeinigt. Auch das war ein harter Kampf. Ein sachliches
Gespräch
ist mit meiner Frau generell nicht möglich. Wenn sie etwas von
mir will (in
der Regel Geld!), dann kann sie auch sehr sachlich sein. Die Familie
seitens
meiner Frau unterstützt sie sehr stark und nimmt ihr die wichtigsten
Probleme ab. Zu einem Jugendamt-Termin ist anstelle meiner Frau ihre
Mutter
erschienen. Auch während der Ehezeit haben die Eltern sich ständig
inviele
Dinge eingemischt. Diese Situation belastet mich sehr. Ich möchte
nun endlich nach
langer Zeit für Johannes und natürlich auch für mich
eine Lösung erwirken,
mit der Johannes mehr Sicherheit gegeben wird.Johannes wurde als Einzelkind
von seinen Grosseltern materiell sehr verwöhnt und er wird ständig
mit
unbeschreiblichen Geschenken überschüttet, was ich nicht
für richtig
halte. Auch dies wird mir als Vorwurf vorgehalten. Ich würde mein
Kind nicht
lieben und vernachlässigen. Im Kindergarten wird über Johannes
gesagt, er
könne sich sozial sehr schlecht integrieren und würde nicht
gerne mit
anderen Kindern teilen. Meine Frau und ihre Eltern sind der Ansicht,
dies
liege am schlechten Umgang mit mir und ich sei dafür verantwortlich
zu
machen. Ich persönlich sehe das ganz anders. Ich sehe, dass Johannes
zu sehr
im Mittelpunkt gestanden hat und nicht akzeptieren kann,wenn er das
nicht im
Kindergarten sein kann. Nachdem dies ein halber Roman geworden ist,
möchte
ich Sie fragen, mit welchem Ansatz ich eine mögliche Lösung
mit meiner Frau bzgl.
Johannes finden kann, der auch sie zustimmen könnte.
Für Ihre Hilfe vielen Dank.Ulli
>---------------------------------------
Kurze Antwort
Lieber Ulli,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Ihre Schilderungen lassen mich vermuten, daß noch viele Verletzungen
auf der
Paarebene zwischen Ihnen und Ihrer Frau vorhanden sind. Auf der Elternebene
haben Sie beide aber offenbar schon einiges geschafft, was die Einigung
der
gemeinsamen elterlichen Sorge bekräftigt. Damit ist ein wesentlicher
Schritt
getan, um im Sinne Ihres Sohnes weitere Entwicklungen auf der Elternebene
zu
erhoffen.
Es wäre wichtig, Ihre Frau dabei zu unterstützen, die Perspektive
von
Johannes einzunehmen. Alles was sie ihm sagt in Bezug auf Sie, sollte
sie
einmal versuchen aus der Perspektive von Johannes zu sehen und zu verstehen.
Sie werden immer der Vater Johannes bleiben, das kann niemand verhindern,
das kann nur verkompliziert werden. Entschuldigen Sie sich bei Ihrer
Frau
für Verletzungen die Sie ihr zugefügt haben ohne davon zu
wissen und machen
Sie ihr deutlich, daß sie jetzt eine neue Ebene verbindet: die
der
gemeinsamen Verantwortung für Johannes als Eltern. Um das zu erreichen
ist
es oft notwendig die Fähigkeit zu entwickeln, bekannte Streitpunkte
mit der
ehemaligen Partnerin zu vermeiden. Das ist eine hohe Kompetenz und
nicht
etwa ein Vermeidungsverhalten, denn es dient ja der verbesserten
Verständigung auf der Elternebene. Diesen Prozeß voranzutreiben,
ist
momentan die größte Unterstützung für Ihren Sohn.
Trennung und Scheidung sind komplexe und komplizierte Prozesse. Zu
Problemen
und Fragen, die in Bezug zur Ausübung der gemeinsamen elterlichen
Sorge
auftreten, stehen Ihnen kostenlose Beratungen zu, vom Jugendamt oder
einem
Freien oder Kirchlichen Träger. Das Jugendamt informiert Sie auf
Anfrage
über die Anbieter einer solchen Beratung, die Sie auch alleine
in Anspruch
nehmen können
Ich hoffe, Ihnen ein wenig weitergeholfen zu haben. Sie können
sich gerne
wieder an mich wenden, falls Fragen auftauchen.
Liebe Grüße,
Nandana
Anfrage 64
Meine ca. 20 jährige Tochter lebt noch bei mir und meiner Frau.
Seit 2 1/2
Jahren ist sie mit einem jungen Mann liiert (23), der nichts tut
(Arbeitslosenhilfe-Bezieher) und auch nichts tun will - auch nichts
für
unsere Tochter, seine Freundin. Sie fährt täglich zu ihm
hin und unterstützt
ihn auch noch finanziell, obwohl Sie Schülerin ist, nebenbei jobbt
und in
einem Jahr das Abitur machen will, was bei dieser Belastung kaum möglich
sein dürfte.Die Eltern ihres Freundes sagen über ihren Sohn,
er trage
anarchistisch, kommunistische Züge. Für uns sieht es so aus,
als sei sie ihm
hörig. Jedes Gespräch unsere Tochter und uns über dieses
Thema blockt sie
ab. Auch aus ihrem (noch verbleibenen Freundeskreis) raten Ihr alle
vom
Umgang mit ihm ab. Es sind auch leichte Drogen (Haschich, Marihuana)
im
Spiel.Ihre Persönlichkeit hat sich in der ganzen Zeit sehr verändert:
Sie
wird zunehmend unordentlich, desinteressiert, schlecht gelaunt und
reizbar.
Gerne wüßten wir, was wir unternehmen könnten, um ihr
einen andern Umgang
(oder ???) reizvoll zu machen.Vielleicht wissen Sie da ein wenig
weiter.Vielen Dank Erich
>----------------------------------------
Kurze Antwort
Lieber Erich,
soweit ich das auch als Vater beurteilen kann, ist erzieherisch ab
14 Jahre
kaum mehr etwas zu machen. Ab 14 ist es dann an der Zeit seine Kinder
als
Erwachsene zu behandeln und sie zu verstehen. Verstehen kommt übrigens
vor
dem "Anspruch" verstanden werden zu wollen. Also welche Möglichkeiten
können
sie finden Ihre Tochter zu verstehen? Was könnte die positive
Absicht hinter
ihrem Verhalten sein? Was möchte sie für sich trainieren,
das ihr
offensichtlich wichtiger ist als ihr Abitur? Sie muß das nicht
unbedingt
selbst formulieren können. Trotzdem gibt es oft wichtigere Dinge
im Leben
eines Menschen als das Abitur. Wenn sie davon ein Verständnis
entwickeln
können, dann bewegen sie sich in die Richtung ihre Tochter besser
verstehen
zu können. Und verstehen kommt immer vor dem "Recht" verstanden
zu werden.
Das ist ein Kommunikationsgesetz. Daß Sie mich fragen, zeigt,
daß sie auf
dem Weg sind mehr davon verstehen zu wollen. Machen Sie weiter so.
Versuchen
Sie die Motive und Bedeutungen zu verstehen, die für ihre Tochter
wichtig
sind. Wie sieht sie die Welt? Was ist ihr wichtig? Auf welchen Aspekt
Ihrer
Beziehung macht sie Sie aufmerksam?
Stoppen Sie jeden Stress, Beginnen sie sich zu entspannen wenn ihre
Tochter
in der Nähe ist, Stoppen sie schlechte Gefühle und besonders
Schuldgefühle.
Entwickeln Sie Vertrauen und vermitteln Sie, daß Sie an Ihre
Tochter glauben
und sie gerne begleiten dabei ihre Erfahrungen zu machen. Erzählen
Sie
locker von dem was Sie schon alles falsch gemacht haben: "Aus Fehlern
wird
man klug!" Und wo Sie Lehrgeld bezahlt haben und wo vielleicht auch
ganz
aktuell.
Vielleicht gibt Ihnen das etwas Anregung?
Mit freundlichen Grüßen
Karl
Anfrage 69
hallo. mein sohn ist 5,5 jahre alt und kommt im Sommer in die Schule
(was er
auch unbedingt will). Seine Entwicklung war bisher normal. Er ist das
jüngste
von 3 Kindern. Besondere Belastungen sind mir zur Zeit nicht bewußt.
Leider
pinkelt er noch immer tagsüber in die Hose (nachts trägt
er eine windel).
Meist ist es nur eine überlaufender Blase, bevor er aufs Klo geht;
also nur
ein Fleck in der Hose. Häufig läuft er aber auch ganz aus.
über einen Rat, der
uns streßfrei zu dauerhaft trockenen Klamotten verhilft wäre
ich
dankbar.
viele Grüße K.
>----------------------------------------
Kurze Antwort
Liebe K. ,
im Prinzip geht man davon aus, daß Kinder ab dem 4. Lebensjahr
ihre Blase
"im Griff" haben.
Bei weiterem Einnässen sollten auch medizinische Abklärungen
stattfinden.
Besonders im Vorschulalter neigen einige Kinder dazu wieder einzunässen,
besonders wenn sie im Spiel vertieft sind.
Ihrem Brief nach zu urteilen, haben Sie sich viele Gedanken gemacht.
"Streßfreiheit" ist das Zauberwort - der Blasenmuskel spannt
sich bei
seelischer Erregung stärker an, verkleinert damit die Blase ohne
den Reiz
zum Pinkeln auszulösen, entleert die Blase sich dann selbständig.
Ursache
ist also häufig eine starke innere nervöse Spannung des Kindes.
Theoretisch
geht man davon aus, daß hiervon betroffene Kinder bestimmte Störungen
in
ihrem Umfeld erfahren. Diese Störungen könnten sein: gestörtes
Eltern-Kind-Verhältnis (nervöse, leicht erregbare Eltern,
zu wenig
Geborgenheit, Spannung in der Familie, Streit zwischen den Eltern),
vorübergehende Trennung von der Familie, das Kind fühlt sich
gegenüber
seinen Geschwistern zurückgesetzt, überbehütete Erziehung
die eine
altersentsprechende Reifung des Kindes verhindert oder Überforderung,
zu
wenig Rücksichtnahme auf kindgerechte Bedürfnisse. Für
das Einnässen am Tage
kommt weiterhin dazu, daß schwankende Erziehung das Kind häufig
überfordert
und kindgemäße Bedürfnisse zu kurz kommen.
Das wären die Klassiker aus der Psychologie, um das Einnässen
zu erklären.
Konditionierungen zur Sauberkeit werden eher kritisch gesehen, da es
häufig
zu Symptomverschiebungen kommt (Stottern, Schlafstörungen).
Wichtig wäre, daß Sie Ihrem Kind Geborgenheit vermitteln,
ihm helfen seine
Selbständigkeit und Eigenständigkeit zu entwickeln, seinen
Unternehmungsgeist fördern und ihm Gelegenheit zum Austoben geben.
Alles, was Entspannungszustände des Kindes fördert.
Falls Ihr Kind noch nie "sauber" war, empfiehlt sich eine fachärztliche
Untersuchung. Wenn die obigen Ratschläge keinen Erfolg bringen,
sollten Sie
einen Psychologen oder Psychotherapeuten aufsuchen.
Viele Grüße,
Nandana
Anfrage 101
Liebe Experten! Ich bin Mutter einer sieben Monate alten Tochter. Schon
bevor ich schwanger wurde und während der Schwangerschaft erst
recht, wußte
der Vater nicht, was er wollte und hatte stets neben mir noch andere
Beziehungen. Ich war ihm offenbar nicht genug. SeineTochter scheint
er sehr
gern zu haben und besucht sie auch regelmäßig. Mein Problem
ist
folgendes: Aufgrund der vielen Probleme vor während und nun auch
nach der
Schwangerschaft bin ich scheinbarnicht mehr fähig, mich mit Paaren
auszutauschen. Die Großzahl meiner Freundinnen und Bekannten
haben Männer
bzw. Freunde und ich halte es absolut nicht aus, mit ihnen zusammen
zu sein.
Ihre Probleme nehme ich nicht für voll, da ich der Meinung bin,
sie hätten
zumindest jemanden, dem sie sich anvertrauen können und der sie
hin und
wieder in den Arm nimmt (ist mir seit mehr als 10 Monaten nicht mehr
passiert). Nun hat auch meine beste Freundin wieder jemanden. Gestern
abend
waren wir zusammen aus - auch der Vater meiner Tochter war dabei. Es
war
mehr als grausam für mich, die beiden turteln zu sehen und mit
meiner
ehemaligen großen Liebe und Vater meiner Tochter daneben zu stehen
und dumm
zuzuschauen. Ich habe nun angst, durch meine Neidgefühle sämtliche
Freundinnen zu verlieren. An solchen Abenden wie dem gestrigen werde
ich
schier krank. Mir ist als schnüre mir jemand die Kehle zu und
ich bin stets
kurz vor dem Losheulen. Ich habe angst, auch noch meine Freunde
zu
verlieren wegen dieser Misere die ich in den letzten Monaten erlebt
habe.
Wie kann ich gegen dies Neidgefühle ankämpfen und mich wieder
mit meinen
Freundinnen freuen können? Wie schaffe ich es, endlich von dem
Vater meiner
Tochter loszukommen und ihn tatsächlich nur als Kumpel zu sehen?
Bitte
helfen sie mir oder ich stehe eines Tages ganz alleine da!
Viele Grüße Beate
>--------------------------------------------
Kurze Antwort
Liebe Beate,
vielen Dank für dein Vertrauen. Ich habe nicht den Eindruck, daß
ich dir mit
ein paar tröstenden Worten oder anderen Weisheiten hier wirklich
weiter
helfen könnte. Ich finde, du solltest diese Problem wirklich ernst
nehmen
und professionelle Hilfe dafür in Anspruch nehmen. Such dir einen
Psychotherapeuten deines Vertrauens. Rufe deine Krankenkasse an und
bitte
sie dir eine Therapeutenliste zu zu senden. Dann schau dir einige an,
auch
wenn die erst in einem halben Jahr Zeit haben. Bleib dran und such
dir den
richtigen für dich raus.
Natürlich hast du recht, daß es damit zusammenhängt,
daß du denkst, daß
deine Probleme viel schlimmer sind als die deiner Freundinnen. Und
auch wenn
das objektiv so ist, so erlebt jeder seine Sorgen subjektiv doch zu
100
Prozent. Und da du recht hast, solltest du deinen Anspruch auf
professionelle Hilfe dafür in Anspruch nehmen. Du hast ein Recht
darauf.
Dein Leben soll wieder schön und glücklich werden. Das ist
möglich.
Viel Erfolg dabei
Karl
Ausgewählte bisherige Anfragen und kurze Antworten
von uns dazu:
Thema
1: Ehe-, Partnerschaftsprobleme
Thema
2: Einsamkeit, Liebeskummer, Trennung
Thema
3: Familie
Thema
4: Sinnsuche, Motivation
Thema
5: Ängste, Depressionen
Thema
6: Suchtverhalten, Zwänge
Thema
7: Sonstige Themen
Unsere
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