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Ausgewählte bisherige Anfragen und kurze Antworten
von uns dazu:
Thema:
Ängste,
Depressionen
Die Namen und Angaben zu Personen haben wir verändert.
Anfrage 2
Wohne schon seit sehr vielen Jahren in Australien, wo ich mich sehr
wohlfuehle. Seit ca. 5 Jahren gehe ich Schwimmen ins Meer. Ich treffe
mich da
mit einer Gruppe morgens um 6 Uhr, Sommer und Winter. Mir hat das immer
sehr
grossen Spass gemacht. Ich fuehlte mich gesund, einfach rundherum wohl.
Bis
ich vor einigen Monaten beinahe ertrunken waere. Ich war einige Sekunden
bewusstlos, konnte aber gerettet werden.(Ich war mehrmals bewusstlos
zu
verschiedenen Zeiten, davor und einige Wochen nach diesem Schwimmunfall)
Mein Arzt verordnete mir schnellstens wieder Hormonpraeparate, die
ich
voruebergehend fuer 8 Monate abgesetzt hatte. Ich konnte naemlich in
diesen
8 Monaten kaum noch schlafen, war morgens immer wie geraedert, usw.
Nach
Einnahme dieser Praeparate konnte ich eine Woche spaeter schon wieder
durchschlafen wie durch ein Wunder. Ich fuehlte mich wieder gut, hatte
diese
Blaeck outs seitdem nicht mehr wieder. In der Zwischenzeit hatte ich
mehrere
Untersuchungen (Scanner, usw.) Aber alles in Ordnung! Fuehle mich
einigermassen ausgeglichen, dank Meditationen, usw. Habe auch einige
wichtige Entscheidungen vorgenommen, wie Seperation von einem Freund
(es war
eine sehr gute Entscheidung fuer mich). Das ist nun einige Wochen schon
her.
Seitdem fuehle ich mich so "verloren" auf dieser Welt...Ich bin
zwar gerne
alleine, isoliere mich aber zuviel. Hatte vor kurzem schon wieder einen
"Beinahe-Unfall". War wieder im Meer, diesmal aber nachmittags. Und
es
haette mich beinahe rausgetrieben durch eine gefaehrliche Stroemung.
Wie
durch ein Wunder schaffte ich es, wieder rauszukommen. Ich weiss, dass
dies
schon sehr erfahrenen Schwimmern hier passiert ist. Also seitdem traue
ich
mir ploetzlich nichts mehr zu, garnichts mehr. Ich habe Angst, dabei
hatte
ich die in den vergangenen Jahren so herrlich bekaempfen koennen.Ich
gehe
nicht mehr schwimmen, ich bin nur noch zuhause, traue mir nichts mehr
zu.
Ich weiss einfach nicht, wie ich diese Angst (dass wieder irgendwas
passiert, etc) ueberwinden kann. Bitte, was wuerden Sie mir raten,
zu tun?
Ich weare Ihnen sehr, sehr dankbar fuer eine Antwort!
Herzliche Gruesse, ...
> ------------------------------------------------------------
Kurze Antwort:
Liebe ...,
da du nun schon einige male dein Leben riskiert hast, kann ich dir
nur raten
diesen Impuls, der dich manchmal unvorsichtig hat werden lassen mit
Hilfe
eines Profis zu untersuchen. Wie soll dich dein Unbewußtes denn
anders davor
bewahren das zu wiederholen als durch das Erzeugen eines Gefühls,
wo du dich
nichts mehr traust? Dein Unbewußtes ist super. Schön, daß
es dir beisteht
und dich so herrlich unterstützt. Also vielleicht kennst du einen
Therapeuten, dem du vertraust, der dir in der Meditation oder im Traum
gezeigt wird oder dessen Adresse du überzufällig erhälst
und bei dem du dich
verstanden fühlst. Dort würde ich dieses Thema an deiner
stelle ernsthaft
bearbeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Karl
Anfrage 5
Ich habe glaub ich bulimie und bin in letzter zeit ziemlich depressiv
drauf. Ich bin 18, meine Mutter ist alkoholikern (trocken seit ca.nem
halben
Jahr) und ich kriegs einfach alles nicht so auf die reihe. ich bin
so eine
perfektionistin, kann vor anderen kein fehler zugeben (sie sehen sie
auch
gar nicht, weil ich gut spielen kann). Sowieso kann nie jemand in mein
Inneres selbst sehen (davor habe ich eigentlich total angst) und doch
wünsche ich es mir so sehr, verstanden zu werden (verdammte Zwickmühle!).
Ich kann nicht über meinen Schatten springen obwohl ich theoretisch
weiss
was "richtig" wäre (ich habe meinen freunden noch nie von all
dem erzählt,
kann es auch nicht). Ich kann keine nähe ertragen, habe deswegen
auch immer
nur lächerliche superkurzzeit beziehungen (fernbeziehungen und
so nen
scheiss). ich hab auch schon selbsthilfegruppen ausfindig gemacht (eks
und
oa) die es in meinem ort geht, bin aber noch nie da gewesen (bei der
oa war
ich da gewesen, hab sie aber nicht gefunden und war verdammt froh dass
ich
sie nicht gefunden hatte)ich will nicht tiefer in die bulimie reingeraten,
ich glaube momentan kann ich den ausstieg noch schaffen (ich wirke
aber auch
so normal, es ist fürchterlich, ich werde immer als so ein kleiner
sonnenschein bezeichnet- warum sieht denn keiner mehr als die hülle?)
ich
will einfach (haha) leben und vor allem habe ich wahnsinnige angst
davor in
die selben verhaltensmuster hineinzudriften wie meine mutter, was ich
zum
teil schon tue) ich hab auch mal bei so ner psychologischen beratungsstelle
angerufen, die sind aber "ausgebucht" bis in drei monate. meine familie
weiss nichts (da spiel ich auch) will ihnen aber auch nichts sagen
(meine
mutter hat nie ne therapie gemacht -nur so ne lächerliche 4wöchige
kur-, sie
hat einfach (schon wieder dieses wort) aufgehört zu trinken und
danach haben
wir so weiter gelebt wie davor) ich habe 2 jüngere geschwister
und war immer
so der macher typ, selbst wenns mir super schlecht ging (toller wortwitz)
hab ich mich zusammengerissen und gemacht, organisiert, getröstet
etc.na
klasse und jetzt die frage was soll ich tun???????ich weiss nicht was
ich
will, wer ich bin und überhaupt versteh ich die welt und das leben
auf ihr
nicht (laber laber)bye ihr menschen die ich euch nicht kenne, warte
auf ne
antwort ...
> ------------------------------------------------------------
Kurze Antwort
Hallo ...,
schön, daß du auch keine Antwort auf dieses Leben weißt.
Damit sind wir
mindestens schon mal zu zweit. Es gibt einige, die wissen anscheinend
eine
Antwort drauf, nur denen glaube ich nicht. Es ist schon ganz schön
spannend
diese Herausforderungen des Lebens.
Also nur Mut und geh doch mal zu einer Selbsthilfegruppe und helfe
den
anderen etwas!
Ansonsten hat Angst eine irre Anziehungskraft. Statt Angst, so zu werden
wie
deine Mutter ist, wäre es sicher ganz hilfreich du würdest
dir ganz konkret
vorstellen, wie du werden willst. Das Gehirn orientiert sich an den
Bildern,
die wir innerlich erzeugen.
Viele liebe Grüße und alles Gute
Karl
Anfrage 10
Hallo, eine Frage ist dies eigentlich weniger. Ich bin völlig
verzweifelt.
Wegen einer psychos. Erkrankung beziehe ich seit 6 Monaten eine EU-Rente.
Nun wollte ich auf 630,- Basis den Einstieg ins Berufsleben wieder
starten.
Weit gefehlt. Neben den damaligen Depressionen beherrschen mich jetzt
absolute berufl. Versagensängste. Zweimal stand ich kurz vor Dienstbeginn
und habe alles wieder hingeworfen. Eigentlich besteht kein Anlaß
für diese
Ängste, bin bisher im Beruf fachlich ganz gut klar gekommen.
Doch je weiter die Berufspraxis zurück liegt, desto schlimmer
werden doch die Ängste.
Können Sie mir einen Rat geben? In meinem Beruf trage ich Verantwortung
für Menschenleben und wenn da etwas schief geht...naja, daß
wissen Sie ja
selber.Vielen Dank...
> ------------------------------------------------------------
Kurze Antwort
Liebe/r B.,
ich hoffe du hast dafür Verständnis, daß wir so ein
großes Problem nicht
mit einem kleinen Rat lösen können. Wir empfehlen dringend
die professionelle
Unterstützung durch einen Psychotherapeuten deiner Wahl, zu dem
du
innerlich ein gutes Gefühl habst und davon überzeugt bist,
daß dir der helfen kann.
Das bedarf manchmal einiger Zeit der Suche.
Bei www.psychotherapeutenliste.de gibt es einige zur Auswahl.
Als kleiner Rat: Verzweiflung ist ein schlechter Ratgeber. Verzweiflung
ist
eher wie eine Tankuhr, die nahe bei leer steht. Dann heißt es
auftanken und
entspannen.
Gute Entscheidungen lassen sich nur in kraftvollen guten Zuständen
fällen.
Deshalb: Wenn immer du dich schlecht fühlst oder Angst
hast, dann nimm dir Zeit zum Auftanken, Spazieren gehen, Musik hören,
Tee
trinken, wohlfühlen. Das ist die wichtigste Information aus diesem
Zustand.
Viele Grüße und alles Gute
Karl
Anfrage 12
Gibt es einen Tipp, wie man sich selbst motivieren kann, um aktiv zu
werden und nicht nur zu Hause zu sitzen? Leider sind mittlerweile alle
meine
Freundinnen und Freunde in festen Händen und haben nur noch wenig
Zeit für
mich, so dass ich viel meiner Zeit alleine verbringe - aber das macht
mich
langsam "depressiv". Aber irgendwie schaffe ich es nicht, mich selbst
aufzuraffen, um z.B. in einen Sportverein zu gehen oder so, um neue
Leute
kennenzulernen.Wie kann man sich selbst motivieren, sich nicht gehen
zu
lassen und selbst aktiv zu werden? Und welche Möglichkeiten gibt
es
überhaupt noch für eine Frau Anfang 30 um neue Menschen
kennenzulernen?
> ------------------------------------------------------------
Kurze Antwort
Liebe Ulrike,
sobald man erkennt, daß das, was um einem herum passiert etwas
mit der
eigenen Einstellung, die man dazu hat, zu tun hat, kann man seine Einstellung
ändern und damit beeinflussen, was um einem herum passiert. Es
gibt viele
Möglichkeiten neue Menschen kennen zu lernen. Wenn das "warum"
stark genug
ist, findet man viele "wies". An diesen inneren Überzeugungen
zu arbeiten
ist leider nicht ganz so einfach. Andererseits würde eine Anleitung
dazu den
Rahmen einer kleinen Antwort hier sprengen. Als Grundorientierung hilft,
dich innerlich zu sehen, wie du das erreicht hast, was du erreichen
möchtest
und genüßlich jeden Tag 3 mal 10 Minuten davon zu träumen.
Viele Grüße
Karl
Anfrage 15
Guten Tag mich interesiert ob Manie eine sich allgemein ausbreitende
Krankheit ist, oder mir das vielleicht nur so vorkommt?(wohne seit
8 Jahren
in einer Problemgegend in Neumünster)Mich regen solche Leute sehr!!!!!!
auf
weiss aber selber nicht genau warum.mit freundlichen Grüßen
Volker
> ------------------------------------------------------------
Kurze Antwort
Hallo Dieter,
ich kenne keine demoskopischen Umfragen dazu. Als Psychologe kenne
ich
allerdings das Phänomen, daß man etwas, das einen stört
plötzlich überall
sieht und seine Wahrnehmung unbewußt darauf ausrichtet. Vielleicht
fragst du
dich mal danach, was denn die positive Absicht daran sein könnte,
daß dich
das so "fasziniert". Wenn dein Unbewußtes dir damit eine Botschaft
senden
wollte, was könnte die Botschaft sein? Wie wäre es mit mehr
Lebensfreude und
Genuß im eigenen Leben statt Streß und supercooler intellektueller
Denkarbeit? Oder was auch immer.
Ich hoffe, daß du damit etwas anfangen kannst.
Mit freundlichen Grüßen
Karl
Anfrage 24
Guten Tag,ich hab ein ziemliches Problem, das ich gerne in den Griff
kriegen würde. Am besten fang ich mal ganz vorne an: Ich bin 30
Jahre alt
und seit einem halben Jahr glücklich verheiratet. Ich komme aus
einem
warmherzigen, liebevollen Elternhaus und bin auch erst ausgezogen,
als ich
meinen heutigen Mann kennengelernt und mit ihm zusammengezogen bin.
Ich hab
also nie alleine gelebt und war viele Leute um mich rum gewöhnt
(ich hab 3
Geschwister). Mein Problem ist nun dass ich nur schwer allein
sein kann.
Mein Mann fährt heute z.B. für 3 Tage auf Dienstreise. Ich
schaffe es nicht
alleine zuhause zu bleiben, weil mich dort alles an meinen Mann erinnert
und
ich ihn dann noch mehr vermissen würde. Ausserdem hab ich Angst
vorm
Alleinsein, vor Einbrechern, oder dass ich krank werde usw. oder mich
langweile. Also fahre ich solange zu meinen Eltern, wo ich mich zwar
auch
ein bisschen komisch fühle (irgendwie kindlich). Aber es ist besser
als
zuhause rumzusitzen und zu grübeln, und meine Eltern lesen mir
wirklich
jeden Wunsch von den Augen ab. Leider bin ich dann oft schlecht gelaunt,
eben weil ich meinen Mann so vermisse und das dann ungerechterweise
an ihnen
auslasse.Vor einiger Zeit sind meine Eltern mal weggefahren, auch nur
für
eine Woche, und da habe ich mich auch nicht so wohl gefühlt und
war froh, als
sie wieder da waren. Obwohl ich da ja bei mir zuhause mit meinem Mann
war,
hat mir wieder jemand "gefehlt". Ich fahre auch nicht unbedingt so
gerne in
Urlaub und hab am liebsten meine gewohnte Umgebung um mich rum. Dass
ich
meinen Mann so vermisse erkläre ich mir hiermit, dass wir am Anfang
unserer
Beziehung eine Wochenendbeziehug (manchmal sogar 2 Wochen) hatten,
und ich
immer furchtbare Sehnsucht nach ihm hatte. Aus dem Grund ertrage ich
vielleicht jetzt keine Trennungen mehr? Ich wüsste schon gerne,
was mein
Grundproblem ist, denn all diese Dinge sind ja nur Symptome von irgendwas,
was bei mir nicht "stimmt". Jedenfalls bin ich im Moment sehr deprimiert
und
zähle die Stunden, bis mein Mann am Freitag wieder kommt.Uebrigens
haben wir
noch keine Kinder (wir arbeiten dran) und ich arbeite ganztags.(in
einem
langweilgen Job) Ich wäre dankbar über einige Tips und Hilfe
von Ihnen.
Liebe Grüsse Astrid
>-----------------------------------------
Kurze Antwort
Liebe Astrid,
es ist ja einerseits wirklich schön so glücklich verheiratet
zu sein.
Herzlichen Glückwunsch! Andererseits ist es auch schön sich
frei und
unabhängig zu fühlen, jedenfalls in dem Sinne, daß
man damit zu recht kommt,
wenn der andere weg ist. Der erste Impuls ist natürlich die Frage,
ob Sie
wirklich richtig ausgelastet sind mit den Herausforderungen des Lebens.
Dann
hat man nämlich oft gar keine Zeit mehr sich darum zu kümmern
wie man sich
fühlt wenn der andere weg ist und kümmert sich voll um seine
Herausforderungen, um das was einem am Herzen liegt, was man auch noch
toll
findet und gerne macht. Damit möchte ich andeuten, daß ein
langweiliger Job
vielleicht genau das fördert, was Sie da erleben und die Frage
für mich im
Raum steht, wie Sie Ihr Leben interessant gestalten können.
Andererseits würde ich natürlich eine Therapie in Betracht
ziehen. All die
Fragen, die Sie stellen eignen sich dafür gut.
Mit freundlichen Grüßen
Karl
Anfrage 30
Hallo und guten Tag, ich hab das Problem, dass ich mich ständig
von
irgendwelchen Viren und Bakterien bedroht sehe. Am meisten fürchte
ich
Magen-und Darmgrippen oder eine Salmonelleninfektion. Es geht also
hauptsächlich um Uebelkeit, Erbrechen und Durchfall. Ich leide
unter einer
Nahrungsmittelunverträglichkeit mit Reizdarm und habe daher starke
Verdauungsprobleme. Ich hab das schon jahrelang und mir ist deswegen
sehr
oft übel. Ich hab eine regelrechte Phobie vor Uebelkeit und Erbrechen.
Ich
weiss dass es nicht "normal" ist, oder auf ein anderes Problem hindeutet,
dass ich immer glaub die Menschen stecken mich an. Ich komme niemandem
zu
nahe und bewahre immer Abstand. Wenn jemand mir die Hand gegeben hat
renne
ich sofort ins Bad um sie zu waschen. Im Restaurant riecht für
mich jedes
Essen verdorben und ich mal mir aus, in der Nacht an Salmonellen zu
erkranken. Wenn ich Zug fahre oder in einer Menschenmenge bin, schaue
ich
mir die Leute immer genau an und vermute bei den meisten, dass sie
an einer
ansteckenden Krankeit leiden und mich nun garantiert anstecken.Diese
Phobie
beeinflusst mein ganzes Leben. ich kann den Kontakt zu anderen Leuten
nicht
mehr richtig geniessen und schotte mich immer mehr ab. Worin liegt
mein
Problem? Was kann ich dagegen tun? Danke für Hilfe
Edith
>---------------------------------------
Kurze Antwort
Liebe Edith,
was nun genau der Auslöser bei Ihnen war weiß ich natürlich
nicht. Daß Sie
etwas machen sollten dagegen finde ich eindeutig. NLP-ler können
mit Phobien
recht gut umgehen. Dafür ist NLP bekannt. Das Gehirn lernt durch
die
beständigen Phantasien diese Phobien beständig zu verstärken.
Sie machen
sich die Bilder innerlich selbst. Das ist veränderbar, wenn man
weiß wie.
Ich kann Ihnen das nicht so aufschreiben hier. Schauen Sie doch mal
in ein
NLP-Buch wie z.B. von Connirae und Steve Andreas: "Mit Herz und Verstand
-
NLP für alle Fälle", dort finden Sie Erfahrungsberichte und
Anleitungen
dazu. Ich bin trotzdem der Meinung, daß Sie sich jemanden suchen
sollten der
damit viel Erfahrung hat. Alleine ist das eigentlich zu schwer.
Viele Grüße
Karl
Anfrage 47
Hallo, seit einiger Zeit leidet mein Bruder unter Angstzuständen.
Er fühlt
sich bedroht und denkt, daß er von gewissen Organisationen verfolgt
und
kontrolliert wird. Meine Vermutung ist: Schizophrenie.Da ich mir um
ihn
Sorgen mache, möchte ich gerne Ihre Meinung und evtl. die entsprechende
Beratung wissen .Gruß, T.
>---------------------------------------
Kurze Antwort
Hallo T.,
vielen Dank für die Anfrage. Wir teilen mit Ihnen Ihre Besorgnis
um Ihren
Bruder und empfehlen Ihnen zusammen mit ihrem Bruder einen Arzt Ihres
Vertrauens aufzusuchen.
Mit freundlichen Grüßen
Karl
Anfrage 52
Hallo! Ich bin hörbehindert und werde damit nicht fertig! Seit
meiner
Kindheit verschlechtert sich mein Hörvermögen.Ich bin jetzt
30 Jahre und habe
das Problem noch immer nicht bewältigt. Mein Hörverlust beträgt
momentan 80 -
90%.Es ist zu befürchten, daß ich in ein paar Jahren vollkommen
taub sein
werde!Ich fühle mich aus der Gesellschaft ausgeschlossen, wenn
jemand lacht,
dann befürchte ich, daß über mich gelacht wird, ich
befürchte, daß mich
meine Kollegen hintergehen und über mich herziehen und ich glaube,
daß ich
bedingt durch meine Ängste viel zu oft zum Alkohol greife.Wie
kann ich das
alles bewältigen?
>---------------------------------------
Kurze Antwort
Lieber Eduard,
ich kann Ihnen da wirklich nur raten sich einer Selbsthilfegruppe von
Hörbehinderten anzuschließen. Gemeinsam gibt es mehr Idenn
zu Lösungen. Auch
die gegenseitige Ermutigung von Menschen die dieses Problem selbst
kennen
ist sicher mehr wert als jede Psychologenmeinung. In Newsgroups könnten
sich
ebenfalls gute Gelegenheiten finden zur gegenseitigen Unterstützung.
Es
braucht auf jeden Fall eine aktive Herangehensweise. Die Energie will
ihren
Ausdruck finden und Sie haben vermutlich nur die Wahl, ob Sie das angemessen
steuern und sich und andere dabei unterstützen oder ob die Energie
sich im
Alkoholkonsum ausdrückt.
Ich hoffe, daß Sie mit diesen Anregungen etwas anfangen können.
Mit freundichen Grüßen
Karl
Anfrage 55
Liebe Nandana, lieber Karl,ich bin in einer schweren Lebenskrise. Ich
weiss nämlich nicht , ob ich den apokalyptischen Vorraussagungen
glauben
schenken kann.Ich hatte eine Vision vor zwei Tagen.Darin gab es eine
riesige
Sonnenfinsternis und ein Erdbeben erschütterte die Welt. Nun bin
ich der
Auffassung , dass sich das Leben nicht mehr lohnt. Deshalb frage ich
Euch
was ich von den Vorraussagungen und meiner Vision halten soll?
Bitte schickt mir bald eine Antwort.
Eure Elvira
>---------------------------------------
Kurze Antwort
Liebe Elvira,
vielen Dank für dein e-Mail. Bitte nimm das Thema deiner Lebenskrise
an und
arbeite weiter daran. Das Leben lohnt sich, auch wenn es manchmal weh
tut.
Manchmal wird man von Erkenntnissen erschüttert und manches sieht
manchmal
recht düster aus. Doch immer wieder sieht man das Licht in der
Ferne, die
Hoffnungsschimmer, die einem den Weg aus dem Dickicht zeigen. Betrachte
deine Voraussagen und Vision als Mobilisierung deiner Kräfte mit
den
Problemen zurecht zu kommen. Wie ein Schild das eine schwere Steigung
voraussagt. Danach kommt der Gipfel und der köstliche freie Blick.
Du wirst
es schaffen! Das Leben lohnt sich. Nimm alles als eine Einladung deine
Kräfte zu sammeln, dir Zeit zu nehmen für das, was dir im
Leben wirklich
wesentlich ist, das was dir Kraft gibt, dich begeistert und erfüllt.
Nimm es
als Zeichen, daß jetzt Zeit ist aufzutanken und die Kräfte
zu sammeln. Dann
wird alles gut.
Viele liebe Grüße
Karl
Anfrage 62
Ich bin seit kurzem in Therapie, fühle mich bei dem Therapeuten
aber nicht
wohl. Es ist meine 2. Therapie. Grund: Soziale Phobie. Meine Fragen
sind:
Kann ich den Therapeuten noch wechseln? Macht es Sinn, eine Therapie
fortzusetzen, auch wenn man sich bei ihm nicht wohlfühlt? Für
eine Antwort
wäre ich sehr dankbar. M. S.
>----------------------------------------
Kurze Antwort
Sehr geehrter Herr M. S.,
wir Menschen tendieren dazu, das was wir getan haben im Nachhinein
als
richtig zu betrachten und finden Gründe, weshalb es so richtig
war. Sie
würden vermutlich auch später Gründe finden, die Ihnen
recht geben, was
immer Sie tun. Mein Chemielehrer früher war ganz stolz auf seinen
strengen
Vater, der ihn aus unserer Sicht völlig verkorkst hat.
Sie haben das Recht Ihren Therapeuten so oft zu wechseln wie Sie wollen.
Auch schon von der Krankenkasse genehmigte Stunden können von
einem anderen
Therapeuten meistens übernommen werden. Ich persönlich finde
es nicht
sinnvoll eine Therapie fortzuführen und auch alle Therapieratgeber
sprechen
davon, daß die Chemie stimmen muß und daß man solange
suchen soll.
Ich empfehle Ihnen auch die Liste.
http://www.psychotherapeutenliste.de/suchmaske.htm
Und Ihre Krankenkasse sendet Ihnen auf Anfrage auch eine Liste von
Therapeuten in Ihrer Wohnnähe.
Mit freundlichen Grüßen
Karl Nielsen.
Anfrage 63
Guten Tag Frau und Herr Nielsen, ich bin seit vielen Jahren
manisch-depressiv. Die manische Phase (1/4 Jahr) ist seit 3 Tagen am
Abklingen und ich habe entsetzliche Angst vor dem Absturz in die Depression.
Als Antidepressiva nehme ich Gladem. Heute bin ich wieder fast nur
im Bett
gelegen und war zu gar nichts fähig. Sonntags ist es auch schwierig,
Hilfe
ins Haus zu bekommen. Dann kommt die Angst dazu, daß ich "verrückt"
werde.
So geht das nun schon Jahre - wobei die depressiven Schübe
überwiegen.Natürlich bin ich in nervenärztlicher Behandlung
und auch mein
Hausarzt hilft so gut er kann. Eine 50-stündige Psychotherapie
machte mich
etwas stabiler, und ich bekam wieder Lebensmut. Jedoch kommen diese
schmerzhaften depressiven Schübe immer wieder.Meine Frage:Wie
kann ich mir
selbst helfen, um nicht ganz und so lange wie sonst "abzustürzen"?
Im voraus
bedanke ich mich für Ihre Antwort und verbleibemit freundlichen
Grüßen Dagmar
>----------------------------------------
Kurze Antwort
Liebe Dagmar,
Vielen Dank für Ihre Anfrage.
Depressive Schübe werden oft erfolgreich durch ein spezielles
Konzept der
Selbstwahrnehmung des Betroffenen begleitet. Dies verlangt wahrzunehmen,
in
welchen Situationen man sich mal mehr depressiv, mal mehr normal fühlt
und
handelt. Es kommt also darauf an, eine Unterscheidungsfähigkeit
zu
entwickeln zwischen den einzelnen Zuständen während der depressiven
Phase.
Sobald diese Unterscheidungsfähigkeit entwickelt wird, desto weniger
fühlt
man sich hoffnungslos seiner Depression ausgeliefert. Diese
Selbstwahrnehmung gelingt auch bei tiefen Depressionen, vielleicht
in einem
bescheidenerem Ansatz.
Konkret würde das heißen, daß Sie sich damit beschäftigen,
wann Sie sich
mehr oder weniger depressiv fühlen: etwa während des Schlafs,
auf dem
Arbeitsplatz, im Bad, in Anwesenheit der Familie oder allein, morgens,
mittags oder abends, in der Gegenwart bestimmter Personen oder einsam,
während einer Tätigkeit oder ohne eine Tätigkeit. Sie
können diese
Unterscheidungsfähigkeit auch dadurch unterstützen, daß
Sie sich einen
zeitlichen Rahmen der Beobachtung setzen und einen Selbstbeobachtungsbogen
führen. Darauf sollten Sie einen oder mehrere Tage, ihre verschiedenen
Tätigkeiten und das jeweilige Befinden eintragen. Dies führt
fast immer
dazu, daß Sie sich wieder als Handelnde fühlen und verstehen.
Vielleicht nutzt Ihnen dieses Konzept. Ich denke, daß es Ihnen
vielleicht
helfen kann, eine Bewegung in depressiven Schüben wahrzunehmen
und damit auf
die Spur zu kommen, das die Wirklichkeit immer größer ist
als der Begriff
mit der wir sie beschreiben.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg,
Nandana Nielsen
Anfrage 87
Hallo! Ich leide seit einigen Jahren an Panikattacken und Depressionen
außerdem habe ich den Zwang mich ständig zu schneiden (Rasierklinge).Jetzt
habe ich zufällig mitbekommen, daß ich ein Borderline Syndrom
haben soll.
Meine Frage ist nun, was ist das genau? Bisher konnte es mir noch niemand
erklären!Danke! ciao Beatrice
>------------------------------------------
Kurze Antwort
Hallo Beatrice,
ein Borderline-Syndrom ist eine Mischkategorie von "Störungen",
die weder
den Neurosen noch den Psychosen zuordenbar sind. Sie liegen an der
Grenzlinie (Borderline) dazwischen. Typisch sind starke Schwankungen
in der
Stimmung, im Selbstbild und in zwischenmenschlichen Beziehungen, sowie
selbstschädigendes Verhalten.
Du hast mich zwar nicht richtig dazu eingeladen und dennoch hoffe ich,
daß
ich etwas mehr dazu schreiben darf als nur zur ollen Definition. Bitte
nimm
dir daraus nur das was dir wirklich gut tut.
Therapeutisch wird versucht, Menschen, die
unter einem Borderline-Symptom leiden, dabei zu unterstützen,
den
Realitätsbezug zu stärken. Ein großer Schritt besteht
in der Einsicht, daß
Gefühle kommen und gehen. Wir können sie beobachten und sind
ihnen nicht
ausgeliefert. Menschen, die unter einem Borderline-Symptom leiden,
sind
etwas kreativer in ihrer Gefühlsintensität und Gefühlsvielfalt
als die
sogenannten normalen Alltagsmenschen. Dadurch sind sie natürlich
auch für
einen Psychotherapeuten etwas anstrengender. Es ist möglich seine
Gefühlsschwankungen "gelassen" zu begleiten. Man muß nicht
alles tun, was
die Gefühle zu fordern scheinen. Der Mensch ist immer viel mehr
als seine
Gefühle. Gefühle lassen sich beeinflussen. Man kann sie dramatisieren
oder
die Luft aus ihnen rauslassen. Du kannst lernen mit ihnen umzugehen,
wie mit
alten Freunden, die manchmal etwas eigenartig sind. Es ist möglich
mit der
Zeit eine liebevolle Akzeptanz zu ihnen aufzubauen und ihnen ihren
richtigen
Raum zu geben. Selbst die Formulierungen sind eine Art selbsterfüllende
Prophezeihungen. Statt Panikattacke kann mann auch von kurzfristiger
innerer Aufgewühltheit reden und statt Depression von vorübergehendem
inneren Rückzugsbedürfnis. Ich empfehle immer selbsterfüllende
Prophezeihungen
positiv zu nutzen. Auch die Placeboforschung zeigt uns, wie sehr Menschen
von dem beeinflußt sind, an das sie glauben. Das läßt
sich natürlich auch
positiv nutzen. Statt vom Schwarzen Engel, als Phantasieleitfigur
selbsterfüllender Prophezeihung, kann man auch von besonderen
Herausforderungen reden. Statt sich mit der Rasierklinge zu schneiden,
kann
man Holzschnitzereien als Hobby kultivieren. Statt "Zwang" kann man
auch von
steuerbarer innerer Gefühlsintensität reden. Schon Henry
Ford sagte: Ob du
glaubst du schaffst es oder ob du glaubst, daß du es nicht schaffst,
du
wirst immer recht behalten. Mein Freund Johann sagt: Wenn du ein Problem
hast, dann mach ein Beruf daraus. Was soviel bedeutet wie: Beschäftige
dich
damit, wie du deine einzigartige Besonderheit (Gefühlsintensität)
nutzbringend für dich, dein Leben und deine Mitmenschen nutzen
kannst.
Ich wünsche dir noch einen wundervollen Tag und alles Gute
Karl
Anfrage 90
Wie helfe ich meinem Lebensgefährten? Mein Lebensgefährte
und ich kennen
uns bereits seit 13 Jahren, sind aber erst seit ca. einem viertel Jahr
liiert.Folgendes Problem:Gestern hatten wir einige Diskussionen bez.
unseres "gemeinsamen Lebens". Lange Rede, kurzer Sinn - es lief auf
eine
Trennung hinaus. Ich fuhr ihn noch nach Hause, um da auch meine paar
Habseligkeiten aus seiner Wohnung zu holen. Als ich dann wirklich drauf
und
dran war zu gehen, stand er plötzlich weinend vor mir und erklärte
mir, daß
er immer alles falsch macht, daß er mich keinesfalls verlieren
möchte usw.
Gut, ich kenne ihn, und weiß, daß er das ernst meint. Jedenfalls
setzten wir
uns wieder zusammen um zu reden. Unser gemeinsamer Traum ist eine gemeinsame
Familie. Irgendwann fragte ich ihn, ob er mir nicht den wahren Grund
für sein
Vorgehen am Nachmittag erzählen will. Er hatte irgendwelche "Stress"-Gründe
gebracht, und dass ich einige Dinge tue (Hobby), wie z.B. eine kleine
Band
werbetechnisch betreuen...Jedenfalls hat er dann wieder geweint und
mir
erzählt, daß er Angst habe. Angst mich zu verlieren
und damit zusammenhängend
Angst zu schlafen. Das mit dem schlafen verstand ich nicht und ließ
mir das
erklären: Als sein Opa starb, war er noch ein kleiner Junge und
schlief im
Zimmer unterhalb Opa´s Schlafzimmer. Er erzählte mir, dass
der Opa nachts
noch um Hilfe gerufen hätte, er aber glaubte, dass er träumte...Jedenfalls
war der Opa am nächsten Tag gestorben. Er erzählte mir, dass
er schon als
Kind Angst hatte einzuschlafen, weil er dachte, dass einer seiner nächsten,
geliebten Menschen gestorben sei. Er muss dann auch evtl. Jahre lang
Mittel
genommen haben, um möglichst lange wach zu bleiben und möglichst
wenig zu
schlafen. Er schlief auch die ganze Zeit in seiner Wohnung auf einer
Art
Gästecouch. Jedenfalls habe ich ihn davon überzeugen können,
daß er sich
ein vernünftiges Bett kaufen muss. (Wenn er bei mir schläft,
dann schläft er
oft länger als ich, schlafen wir bei ihm, ist er immer vor
mir wach).
Er erzählte mir auch, daß er mich nachts im Schlaf beobachtet.
Und, so hat er
mir gestern erzählt, mir auch im Schlaf seine ganzen Sorgen und
Ängste
erzählt. Er möchte auf jeden Fall darüber sprechen -
mit mir. Er hat mir
versprochen, dass wir die "Mittelchen" (die er mittlerweile sowieso
nicht
mehr verträgt) entsorgen. Im Moment schläft er im Durchschnitt
5 Stunden. Wie
soll ich jetzt vorgehen? Ich nehme an, dass da noch etliche Probleme
kommen. Z.B. ist er ein Adoptivkind (ebenso seine Schwester).Er hat
offensichtlich Probleme mit seinem Vater...Über eine Antwort Ihrerseits
wäre
ich sehr dankbar. Ich denke, dass ich fachliche Unterstützung
brauchen werde.
Sicher werde ich versuchen (sollten sich noch größere Problem
einstellen)
eine Art Therapie zu finden. Ich bin aber nicht überzeugt, daß
er das will.
Er hat mir erzählt, dass er viele nicht aufgearbeitete Sachen
hat.
Wenns schwierig geworden ist, sei er immer gegangen...Er hat mich aber
darum
gebeten, ihm beim "aufarbeiten" zu helfen, da ich die einzige Person
sei, der
er so "intime"Sachen anvertrauen kann. mfg Silke
>--------------------------------------------
Kurze Antwort
Liebe Silke,
vielen Dank für diese sehr vertrauliche Anfrage. Da hast du sicherlich
eine
größere Herausforderung. Zuhören heilt, solange du
darauf achtest dich aus
Ratschlägen rauszuhalten und versuchst ihn mit deinen Nachfragen
im Gefühl
zu halten. Das nennt sich CoCounseling oder Peer Counseling.
Unter http://home.rhein-zeitung.de/~zsl/kan.htm findest du eine Anleitung
für Laien dazu.
Grundsätzlich wäre doch eine professionelle Therapie entlastend
in Betracht
zu ziehen bei so viel zu erwartenden traumatischen Erfahrungen. Dabei
wäre
es sinnvoll deinen Freund dabei zu unterstützen wirklich ernsthaft
nach
einem Therapeuten zu suchen, dem er wirklich voll vertraut und der
ihm
sympatisch ist. Das ist ein wichtiges Erfolgskriterium.
Alles Gute und viele Grüße
Karl
Anfrage 97
An und für sich bin ich ein Mensch, der Spaß und Freude
am Leben hat. Ich
genieße gerne und ausgiebig - vielleicht manchmal zu viel (was
sich im hohen
Nikotinkonsum in letzter Zeit zeigt).Aber immer wieder quält mich
da eine
Sache: Die Astrologie schäumt über - bei der bevorstehenden
Sonnenfinsternis
im August. Die Sternenkonstellation soll einzigartig, seltsam symetrisch
und
sehr unheilbringend sein. Nostradamus hat für diese Zeit den Weltuntergang
(sei es durch einen Komenteneinschlag, einem Krieg) vorhergesagt. Mich
machen diese Dinge halb wahnsinnig! Normalerweise bin ich nicht so
leicht
beeinflussbar, aber ich ertappe mich immer wieder, daran zu denken.Was
kann
ich tun? Haben Sie genauere Informationen über bevorstehendes
Ereignis? Ich
würde mich über eine Antwort sehr freuen!
Liebe Grüße
V.
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Kurze Antwort
Liebe oder lieber V.,
was könnte die positive Absicht deiner Sorgen sein? Möchten
sie dich vor
etwas bewahren? Angenommen der Weltuntergang kommt und wir könnten
nichts
dagegen tun. Was würde es nützen sein Leben davor zu verschlechtern
und sich
mit Sorgen zu quälen? Kann nicht jede Sekunde für jeden die
letzte sein? Wie
wäre es wirklich so zu leben, wie du es in deinem tiefsten Inneren
aus
vollster Überzeugung wirklich für gut und richtig befindest?
Wenn du wie
alle Mystiker den Tod als Ratgeber akzeptierst und jede Sekunde für
dich
nutzt? Vielleicht liegt darin die positive Absicht? Das würde
ich gut
verstehen.
Viel Erfolg dabei und alles Gute
Karl
Anfrage 91
Die Mutter meiner Freundin hat erfahren, daß sie Multiple Sklerose
hat.
Nun ist meine Freundin mit den Nerven fertig, weint den ganzen Tag
und hat
Angst, daß ihre Mutter bald stirbt. Ich will ihr so gerne helfen,
sie
trösten und ihr Mut machen; aber ich fühle mich so hilflos.
Was kann ich
tun, um ihr das Leben ein bißchen schöner zu machen?
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Kurze Antwort
Lieber Felix,
das ist eine schwere Aufgabe, mit Geduld und Aufmerksamkeit einfach
nur
liebvoll für einen anderen Menschen da zu sein. Da helfen normalerweise
keine Ratschläge oder Empfehlungen, wie der andere damit umgehen
soll. Das
kann er in seinem Schmerz gar nicht aufnehmen. Logisch vielleicht aber
emotional nicht. Wenn du ihr das Leben ein bischen schöner machen
willst,
dann kannst du am besten einfach nur da sein, deine Ansprüche
und
Erwartungen vollkommen zurück nehmen und einfach nur da sein.
Viel Erfolg dabei und alles Gute
Karl
Anfrage 102
Liebe Experten.
Von klein auf hatte ich eine ungeheuerliche Angst vor Betrunkenen.Ich
habe
mal einen Film gesehen, in dem ein rückfällig gewordener
Alkoholiker seine
Frau mit einem langen Küchenmesser bedrohte. Ich war ca. 5, 6
Jahre alt. Das
Bild habe ich immer noch klar und deutlich vor Augen. Mit sechzehn
lernte
ich meinen ersten Freund kennen, der auch trank. Ich verstehe bis heute
nicht, weshalb ich trotzdem mit ihm zusammen war. Ich hatte doch solche
Angst vor Trinkern (-> Schreikrämpfe, als mein Bruder den ersten
Rausch mit
nach Hause brachte). Allerdings war es bei ihm nicht so krass wie man
sich
das vielleicht im Normalfall vorstellt. Er trank fünfzehn Bier
am Tag, wurde
aber "nur" verbal aggressiv. Er hat mich also nie geschlagen und seine
Wohnung war nicht der absolute Müllhaufen. Aber sein Verhalten
hat mir auch
so schon gereicht. Nun habe ich in der vergangenen Woche den Fernsehfilm
"Dunkle Tage" gesehen, der mich seitdam sehr beschäftigt. Ich
schlafe
schlecht, weil ich irgendwie Angst habe, daß ich oder vielleicht
meine
kleine Tochter oder andere Menschen, die mir nahestehen, alkoholabhängig
werden könnten, obwohl es nicht einen einzigen Anhaltspunkt dafür
gibt.
Außerdem habe ich per Internet einen Mann kennengelernt, der
mir mitgeteilt
hat, daß er vor 20 Jahren ein exzessiver Trinker war, mittlerweile
aber
trocken ist. Ich war schockiert, daß ausgerechnet ich immer an
solche
Menschen gerate, wo ich doch einen solch heiligen Respekt vor Alkohol
habe.
Ich habe eine 5,5 Monate alte Tochter (ich bin alleinerziehend) und
schon
während der Schwangerschaft war meine größte Sorge
nicht die, daß das Kind
gesund zur Welt kommt, sondern daß es mir in vierzehn Jahren
bloß nicht mal
Drogen nimmt. Langsam aber sicher glaube ich, eine unnatürliche
Angst vor
Drogen zu entwickeln. Es kann doch nicht normal sein, daß ein
Mensch, der
nie mit diesm Problem in Konflikt kam, eine solche Angst davor hat.
In
manchen Momenten denke ich fast, daß es ja förmlich eintreten
muß, daß einer
meiner Lieben oder gar ich abhängig werden, gerade weil ich soviel
Angst
davor habe. Ich fühle mich wirklich unwohl und wünsche mir
eine Erklärung
für diese Befürchtungen und schlechten Gefühle. Bitte
helfen sie mir und
schreiben Sie mir Ihre Meinung.
Liebe Grüße
Susan
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Kurze Antwort
Liebe Susan,
vielen Dank für deine Anfrage.
Leider haben wir nie gelernt mit unserer inneren Bilderwelt richtig
umzugehen. Obwohl es im NLP und in Managementseminaren zum Standardwissen
gehört. Unser Gehirn reagiert auf die Bilder, die wir uns vorstellen.
Wenn
jemand sagt, er möchte sich nie so verhalten wie seine Eltern,
dann ist das
begleitende Bild seine Eltern. Das ist dann für das Gehirn die
Vorgabe. Du
hast diese Bilder vom betrunken sein, Alkohol und Drogen in dein Gehirn
gelassen und dein Gehirn reagiert darauf, indem es dich in die
entsprechenden Situationen bringt, in denen diese Bilder Realität
sind.
NLP-Therapeuten können mit der Veränderung von Bildern hervorragend
und
schnell umgehen. Adressen von NLP-Therapeuten in der Gegend in der
du lebst
kannst du erhalten von:
DGNLPt:: 0521 - 123 269
DANLP: 0180 - 53 26 575
Schreib mir ruhig, wenn du weitere Fragen dazu hast.
Viele Grüße und alles Gute
Karl
Ausgewählte bisherige Anfragen und kurze Antworten
von uns dazu:
Thema
1: Ehe-, Partnerschaftsprobleme
Thema
2: Einsamkeit, Liebeskummer, Trennung
Thema
3: Familie
Thema
4: Sinnsuche, Motivation
Thema
5: Ängste, Depressionen
Thema
6: Suchtverhalten, Zwänge
Thema
7: Sonstige Themen
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