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Ausgewählte bisherige Anfragen und kurze Antworten
von uns dazu:
Thema: Suchtverhalten, Zwänge
Die Namen und Angaben zu Personen haben wir verändert.
Anfrage 18
Ich habe zuviel Lust auf Sex!Daß stört. Denn ich kann kaum
etwas tun, ohne
an dieses eine Thema zu denken.Manchmal denke ich, es ist nicht normal
aber
ist es denn nicht pure Natur?Bei der Arbeit, beim Lernen, beim Spazieren
gehen, egal wann.Muss daß sein?!Ich kann mich auf nichts richtig
Konzentrieren.Wie soll ich damit umgehen?Es wäre schön wenn
Sie mir Konkret
und Konstruktiv weiterhelfen könntet.
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Kurze Antwort
Hallo Sascha,
das ist eine Gewohnheit. Andere denken an andere Dinge. Manche denken
dauernd daran, ob sie etwas vergessen haben oder ob andere sie so mögen,
wie
sie sich verhalten oder wem sie wie am besten helfen können oder
wo es was
zu essen gibt oder wie man andere am besten beeindrucken kann. Wie
beim Sex
ist hier etwas Abwechslung echt bereichernd. Gewohnheiten sind veränderbar.
Anthony Robbins schreibt über die Veränderung von Gewohnheiten
einiges in
seinen Büchern. Vielleicht schaust du mal in "Das Robbins Power-Prinzip"
(Heyne 9672 1994)?
Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter.
Viele Grüße
Karl
Anfrage 32
Bis jetzt habe ich noch mit keinem Menschen darüber gesprochen,
weil mir
das Problem doch etwas peinlich ist, obwohl ich glaube, dass viele
Menschen
dasselbe Problem haben. Ich bin 27 Jahre alt und bin Single. Da ich
schwul
bin und mein Coming Out recht spät hatte, habe ich mich bis jetzt
noch in
keine Partnerschaft gewagt - obwohl ich mich sehr nach einem Partner
sehne.
An meine Hochs und Tiefs habe ich mich schon gewöhnt, aber
was mich mehr
belastet, ist meine unerfüllte Sexualität. Da ich nicht in
die schwule Szene
gehe, um meine Bedürfnisse zu befriedigen, onaniere ich zu Hause.
Mein
Problem ist, dass ich es inzwischen als Sucht ansehe. Da das Internet
genügend erotisches Material liefert, befriedige ich mich fast
täglich vor
dem Computer. Wenn ich mal müde oder schlecht drauf bin, greife
ich bequem
zu dieser "Droge". Inzwischen habe ich schon die Befürchtung,
dass es
schädliche Auswirkungen auf meinen Körper hat, auf meinen
Geist ganz zu
schweigen. Ein Körpertherapeut hat mir einmal ein Buch empfohlen
mit Übungen,
die den Samenerguss stoppen sollen. Leider hat das nicht geholfen,
weil ich
einfach nicht aufhören kann. Ich würde mich freuen, wenn
Sie mir einige
Ratschläge geben könnten, um das "Zwangsverhalten" besser
in den Griff zu
bekommen. Vielen Dank für Ihre Hilfe.
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Kurze Antwort
Lieber Michael,
alles was zu viel ist zu viel. Auch wenn mann zu viel Salz nimmt schmeckts
nicht. Die Balance ist wichtig. Und der Ersatz ist natürlich immer
nur ein
Ersatz. Wenn du darunter leidest ist das prima. Am besten man nimmt
seine
Erfahrungen ernst. Normalerweise deutet ein Symptom nur auf einen Bereich
hin, der sich entwickeln will. Bei dem Symptom Tankuhr leer beim Auto
weiß
mann normalerweise daß auftanken angesagt ist. Bei dem Symptom
Sucht weiß
mann, daß jemand auf der Suche ist. Nimm doch deine Suche ernst
und achte
auf die Rückmeldungen die du bekommst. Vermutlich bringt es nichts
wenn du
Samenerguss stoppen trainierst. Ich würde an der Wurzel ansetzen
und mich
darum kümmern mich selbst und alles was ich als Rückmeldungen
bekomme ernst
zu nehmen. Dabei kann ein Therapeut ganz hilfreich sein. Also meine
zentrale
Frage ist: Welche Fähigkeit mußt du bei dir entwickeln,
damit du mit diesem
Problem ganz locker umgehen kannst? Wenn du das weißt, dann kümmere
dich
darum wo du diese Fähigkeit schon in deinem Leben gezeigt hast
und trainiere
sie Tag für Tag. Danach löst sich dein Problem auf und du
hast wirklich dich
weiter entwickelt.
viele Grüße und alles Gute
Karl
Anfrage 41
Hallo Herr und Frau Nielsen,
mich interessiert das Thema Alkohol in der Partnerschaft.
Mein Partner Detlef ist seit 14 Jahren trockener Alkoholiker und hat,
natürlich zu Recht, ein Problem damit, wenn ich gelegentlich Wein
trinke.
Wäre es gut, wenn ich seinetwegen auch ganz auf Alkohol verzichten
würde?
Wir sind übrigens seit einem Jahr zusammen und unser Altersunterschied
beträgt 13 Jahre.Vielen Dank schon mal im Voraus für die
Beantwortung
meiner Frage
Gruß Petra
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Kurze Antwort
Liebe Petra,
vielen Dank für Deine Anfrage. Ich finde es super, daß deine
Liebe so groß
ist, daß du dir diese Gedanken machst. Vermutlich verstehst du,
daß die
Antwort auf deine Frage nicht generell gegeben werden kann, sondern
vielmehr
vom individuellen Einzelfall der jeweiligen Beziehung abhängt.
So etwas läßt
sich nur im gemeinsamen Gespräch klären. Trinkst du in seiner
Gegenwart auch
manchmal Wein? Für die ganz strengen fundamentalistischen trockenen
Alkoholiker ist es nicht akzeptabel, daß ihre Lebenspartner Alkohol
trinken.
In den letzten Jahren hat sich diese Einstellung gelockert, weil sonst
dadurch das Thema zuviel Macht und Präsens im Bewußtsein
bekommt. Solche
Fragen sind so schwer zu beantworten. Das Thema Alkohol kann zu einem
Erpressungsthema werden: "Ich trinke keinen Alkohol wegen dir und deshalb
erwarte ich von dir, daß du dafür das und das für mich
machst." Die Gefahr
liegt darin, daß sich solche Erwartungen unterhalb der Bewußtseinsebene
einschleichen können. Wenn es aus dir kommt und du einfach aus
selbstverständlichem Mitgefühl und aus liebevoller Rücksichtsnahme
keinen
Alkohol mehr trinken möchtest und keine Weinbrandbohnen ißt,
dann finde ich
das ganz okay. Dann geschieht es weil dir so danach ist - aus innerem
Antrieb. Andererseits brauchst du ein bestimmtes Maß an Selbständigkeit
und
akzeptiertem Anderssein. Freiräume in Beziehungen sind ganz wichtig
und
halten die Echtheit der Beziehung lebendig. Wie groß ist für
Detlef das
Problem wenn du hin und wieder mal ein Glas Wein trinkst? Welche Abmachungen
kannst du einfach einhalten? Welche Toleranz kann er einfach dir
entgegenbringen? Wie sicher fühlt er sich bei diesem Thema ? Es
gibt soviele
Faktoren dabei zu berücksichtigen. Auf jeden Fall solltet ihr
darüber im
Gespräch bleiben und euch damit wohl fühlen, daß es
euch gelingt libevoll
problematische Fragen zu besprechen. Achtet darauf, daß dieses
Problem klein
bleibt. Es gibt dazu keine "richtige" Lösung. Wahre Lösungen
entstehen
dadurch, daß die Frage verschwindet und damit auch die Antwort
auf die Frage
keinen Sinn mehr macht. Solange es "Antworten" auf ein Problem gibt,
hat das
Thema Macht und Energie.
Ich hoffe, daß euch das ein bischen weiter hilft und wünsche
dir und Detlef
noch einen wunderschönen Tag
Karl
Anfrage 48
Liebe Nandana, lieber Karl,als ich heute Morgen über E-Mail erfahren
habe,
daß hier ein individueller Beratungsservice eingerichtet worden
ist, kam das
wie gerufen.Jetzt meine Situation und mein Problem.Ich habe ein neuartiges
Vertriebskonzept entwickelt und es steht kurz vor der Marktreife.Es
ist ein
Mammutprojekt geworden und ich habe etwa vier Jahre daran gearbeitet.
-Aber
mein Leben wird von Zwängen eingeengt und ich komme nur dazu 20%
meiner
Möglichkeiten zu realisieren, weil ich ständig von hauptsächlich
Kontrollzwängen behindert werde und ich brauche für das Projekt
mindstens
50%.Es sind lauter Mikroberreiche, die aber überall auftauchen.Einige
Beispiele:* Ich muß mehrere Male kontrollieren, ob ich meine
Hosentaschen
abends auch wirklich geleert habe - * Wenn ich esse stelle ich nicht
so
leicht fest, ob der Teller auch wiklich leer ist.* Wenn ich einen Ort
verlasse, kontrolliere ich mehrere Male, ob ich auch alles dabei habe.
(Restaurant, Telefonzelle, ... )* Ich will ein Buch ins Regal
stellen und
bin mir nicht sicher ob ich hinstellen kann und das Regal auch leer
ist,
auch wenn 20 cm Platz ist. (Ich habe einige tausend Bücher!)*
usw. usw.
usw. Lauter Kleinigkeiten, die mit dem Verstand sofort zu erfassen
sind,
aber ... .Es scheint in der Vergangenheit eine gemeinsame Ursache für
das
alles zu geben, aber ich sehe Sie bisher nicht klar genug. - Vielleicht
eine
Angst, die aus einem Erlebnis entstanden ist, bei dem ich für
das Übersehen
einer Kleinigkeit überaus hart bestraft worden bin.Wie finde ich
die
gemeinsame Ursache und mache dem ganzen Spuk damit ein Ende.Ich erlebe
mich
wie jemand in einem hocheffizienten Fahrzeug, der nicht von der Stelle
kommt, weil er die Handbremse nicht löst.Es ist eigentlich das
einfachste
von der Welt, aber ich kann so ein Fahrzeug nur entwickeln und bauen
- ich
kann nicht die Handbremse lösen.Habt Ihr einen Tip, wie ich hier
effizient
vorgehe, oder vielleicht Literatur zu dem Thema?Oder kennt Ihr jemanden,
der
hier erfolgreich arbeitet? Oder vielleicht hat ein Besucher der Homepage
einen Tip. Im voraus Dank für Eure Bemühungenund einen wunderschönen
Tag -
die Sonne scheint hier im Moment direkt in mein Büro.
Viel Grüße Harald
>---------------------------------------
Kurze Antwort
Hallo Harald,
vielen Dank für dein Vertrauen und deine Offenheit.
Zuerst mal herzlichen Glückwunsch zu dem Erfolg auf der einen
Seite.
In unserer therapeutischen Arbeit gehen wir davon aus, daß das
Problem eine
positive Absicht enthält.Du hast offensichtlich in dieser Richtung
auch
schon nachgedacht, wenn du dich fragst, ob es früher eine Erfahrung
gab, bei
der es wichtig war genau alles mehrfach zu kontrollieren. Es ist sehr
schwer
das theoretisch zu lösen. Hier muß der emotionale Anteil
der positiven
Absicht zuerst wieder aktiviert werden.
Es kann natürlich auch sein, daß dein Unbewußtes dich
auf ein wichtiges
Thema aufmerksam macht. Vielleicht ist es bei so ein Mammutprojekt,
das sich
bei dir gerade entwickelt, von enormer Wichtigkeit viele Kontrollen
einzuführen und vielleicht denkt dein Unbewußtes, daß
du dir darüber bewußt
noch nicht genug Klarheit verschafft hast. Oft wird ein wichtiges Thema
an
einer Stelle im Leben nicht genügend berücksichtigt und dann
an einer
anderen Stelle symbolisch aktiviert.
Ich würde auch gerne darüber nachdenken, wofür es gut
sein könnte, daß deine
Handbremse noch angezogen ist. Was gibt es noch zu berücksichtigen,
bevor du
voller Power sicher lospreschen kannst? Angenommen dein Problem wäre
dein
bester Freund und wollte dir auf symbolische Weise einen guten Rat
geben,
was könnte das sein?
In der therapeutischen Arbeit würden wir dich in die Rolle der
Handbremse
schlüpfen lassen. Sie drückt einen Persönlichkeitsanteil
von dir aus, zu dem
du bewußt noch keinen freundschaftlichen Zugang hast. Du möchtest
sie
loswerden. Sie stört dich. Dieser Persönlichkeitsanteil fühlt
sich (als
Spuk) nicht liebevoll von dir wahrgenommen.
Meine Empfehlungen jetzt: Begebe dich direkt auf den Standpunkt, daß
dein
Problem dein wichtigster Freund ist. Nähere dich deinem "Problem"
liebevoll
aus dieser Sichtweise, mit dieser Einstellung. Bringe deine Kreativität
ins
Spiel. Schreibe eine Liste aller möglichen Vorteile, die du durch
dein
"Problem" erlebst. Wenn du dich so damit beschäftigst bestehen
große
Chancen, daß du die Positive Absicht in dir erlebst. Wenn es
danach noch
erforderlich ist, kannst du liebevoll mit diesem Persönlichkeitsanteil
von
dir darüber nachdenken, welche anderen Möglichkeiten es in
deinem Leben
gibt, um diese positive Absicht sicherzustellen.
Ich würde mich über eine Antwort dazu freuen und wünsche
dir noch eine
wunderschöne Zeit und alles Gute
Karl
Anfrage 57
Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin Student (BWL) und seit einiger
Zeit
"börsensüchtig". Dauernd muß ich spekulative Aktien
(Internetwerte, Neuer
Markt, Mantelspekulationen) kaufen und verkaufen. Ich habe in 3 Monaten
140 % Gewinn gemacht, dann wieder 30 % verloren, jetzt wieder einiges
gewonnen. Um nach aktuellen Infos / Kursen zu suchen vernachlässige
ich auch
mein Studium. Ich weiß nicht mehr, wie das weiter gehen soll.
Ich will
aufhören, aber ich schaffe es nicht mehr. Ich muß mich dauernd
bei
www.consors.de (Brokerboard) herumtreiben, den Dow Jones und den S&P-Future
beobachten. Ohne Internetzugang bzw. aktuelle Kurse fühle ich
mich unwohl.
Mit freundlichen Grüßen Alexander
>---------------------------------------
Kurze Antwort
Lieber Alexander,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Eine Sucht ist oft auch ein
Stück weit ein
Hinweis auf eine aufgegebene Suche. Auseinandersetzungen mit dem eigenen
Suchtverhalten sind oft begleitet von der Frage, was einem wirklich
im Leben
begeistert. Wer das, was ihn wirklich begeistern würde, aus irgendwelchen
Gründen aufgegeben hat, ist suchtgefährdet. Also wenn Sie
die Börsensucht
bekämpfen wollen, dann besteht die schönste Art darin, sich
dort
rumzutreiben, wo die wahre Begeisterung liegt. Solange sie sich das
nicht
trauen, wird ihr Unbewußtes sich einen billigen Ersatz dafür
suchen: in
ihrem Fall die Börsensucht. Um eine Erforschung ihrer tieferen
Fragen ans
Leben kommen sie wohl nicht herum. Die Sucht füllt eine Leere.
Wenn Sie
diese Leere durch Antworten zu ihrem wirklichen Sinn in ihrem Leben
ausfüllen, dann bleibt da kein Platz mehr für eine Börsensucht.
Danken Sie
ihrem Unbewußten dafür, daß es so an ihrem Wachstum
interessiert ist und
ihnen keine andere Wahl läßt als sich für sich selbst
einzusetzen. Ich
wünsche Ihnen dabei reichen Erfolg.
Mit freindlichen Grüßen
Karl Nielsen
Anfrage 71
Hallo ihr beiden, ich (w.32J.) wollte fragen wie ich an Adressen komme
von
Fachleuten die sich mit ADD/ADS (Aufmerksamkeitsdefizit) auskennen.
Ich bin
erst vor kurzem nach Mainz gezogen und möchte jetzt, nachdem ich
eine neue
Wohnung habe und im Job eingearbeitet bin meine Probleme mit mir selber
endlich angehen. Mein Vater war Alkoholiker und Spieler und ist schon
vor 6
Jahren gestorben. Ich habe nicht nur ein Alkoholproblem sondern suche
zudem
noch ständig nach etwas das mich befriedigt und erfüllen
könnte. Ich bin
sehr labil und bringe selten etwas richtig zu ende sondern finde meist
vorher schon etwas, das meine Aufmerksamkeit von mir und meinen Zielen
ablenkt. Überhaupt diesen Brief zuschreiben passiert nur weil
ich
"Zeit-zu-leben" entdeckt habe und ich hoffe es ist nicht wieder ein
Anfang
ohne Ende. Ich glaube ich bräuchte eine gewisse Zeitlang einen
Coach. Ich
suche ganz neue Kontakte, daheim halte ich noch die Kontakte aufrecht
die
wichtig und gut für mich sind, die anderen konnte ich erst durch
mein gehen
lösen. Mein altes Leben bestand aus viel Spaß, Alkohol und
anderen Drogen.
Davon versuche ich mich zu lösen - den Spaß am Leben würde
ich gerne ohne
Rauschzustände neu erleben, aber ich getraue mich nicht, weil
bis jetzt
alles immer mit Drogen zu tun hatte - mehr oder weniger. Ich lese viel
und
habe eine spirituelle Gedankenwelt die ich nicht auf den Boden bekomme.
Ich
entwickle langsam Ängste vor "vielen Menschen" aber besonders
davor
"erkannt" zu werden. Ich mache mir viele Gedanken und bin durcheinander
oder
nicht ganz da und dann meine ich, die anderen Menschen würden
bemerken, daß
ich Angst habe und mich auslachen. Ich weiß genau daß die
meisten Menschen
überhaupt nicht aufmerksam genug sind um andere überhaupt
zu beachten aber
es ist so, daß ich irgend etwas signalisiere und sie mich anschauen.
Ich fühle mich wie das Zentrum der Welt würde aber so gerne
endlich einen
Schritt zurücktreten und die Welt an mir vorbeiziehen lassen,
sie betrachten
ohne zu urteilen, sie betrachten ohne Rückschlüsse zu ziehen,
sie betrachten
und mich dabei ruhig fühlen. In meinem Leben ist viel passiert
ich habe viel
gesehen und viele Menschen kennengelernt - ich liebe Menschen, es gibt
für
mich nichts interessanteres als Menschen und ihre Entwicklung, ich
verstehe
das Leben als heilig, ich glaube an Energien. Ich würde gerne
eine Therapie
beginnen um endlich zu lernen loszulassen, ich möchte mich befreien,
ich
möchte ruhig werden und meine Mitte finden. Gibt es in Mainz oder
Umgebung
Kontakte, die ich aufnehmen könnte?
Einen Lieben Gruß an Euch -Dorothea
>----------------------------------------
Kurze Antwort
Liebe Dorothea,
vielen Dank für deine e-Mail. Einen Coach oder Therapeuten als
Unterstützung
zu suchen finde ich eine wirklich gute Idee. Schau dir die Leute ganz
genau
an und entscheide mit dem Herzen nach dem Erstkontakt, ob du dich
unterstützt fühlst oder lieber weitersuchst. Da ich in Mainz
oder Umgebung
niemand kenne, habe ich etwas im Internet gesucht und folgend Adresse
für
dich gefunden:
http://www.psychologie-online.ch/add.htm
Dort gibt es auch eine Mailingliste für Frauen mit ADS und viele
weitere
Informationen und Links dazu. Beispielsweise auch die folgenden 50
Tipps: ...
Viele Grüße und alles gute
Karl
Anfrage 78
Eine laestige Angewohnheit - wie wird man die schnell los? Ich denke
da an
Naegelkauen, am Bart kratzen, mit den Beinen nervoes rumzappeln etc...
Klar
dass man sich so akzeptieren sollte und versucht seine innere Stimme
anders
mit diesem Hader umgehenzulassen - aber wenn's nicht klappt und man
wirklich
damit aufhoeren moechte? Wie kann man sich in einer speziellen Situation
daran erinnern und umswitchen? Das waere vielleicht auch interessant
fuer
alle anderen ZeitZuLeben Leser; denn so ziemlich jeder schlaegt sich
mit solchen
laestigen Angewohnheiten herum.
Danke!
>----------------------------------------
Kurze Antwort
Lieber Ulf,
ich weiß nicht, ob du NLP kennst. Mit "umswitchen" warst du jedenfalls
sehr
nah an der Swish-Technik vom NLP, mit der erfolgreiche NLP-ler soetwas
recht
gut behandeln. Dazu gehört natürlich auch die vorangehende
Überprüfung der
positiven Absicht, die hinter dem Symptom steht und eine Würdigung
der
unbewußten Persönlichkeitsanteile, die dieses Verhalten
aus guten Gründen
erzeugen. Diese Kräfte sind stärker als das Bewußtsein
und deshalb geht es
nicht mit bekämpfen, sondern mit Freundschaft, Verständnis
und der
Kenntnisse wie bestimmte Prozesse im Gehirn ablaufen. Wenn du NLP nicht
kennst, dann wird das alles vermutlich etwas eigenartig klingen.
Meine Erfahrung mit Zwängen sagt, daß dafür ein Prozessbegleiter
(NLP-ler)
sehr hilfreich ist. Die einzelnen Schritte wären nur mit dem erforderlichen
Hintergrundwissen dazu handhabbar. Deshalb empfehle ich dir als NLP-ler
natürlich einen NLP-ler dafür zu konsultieren. Adressen von
praktizierenden
NLP-lern kannst du vom therapeutischen NLP-Verband erfahren: DGNLPt
Tel.
0521 - 123 269
Ich danke dir auf jeden Fall für deine Anregung dazu einen ausführlicheren
Artikel für alle Leser von Zeit zu Leben zu schreiben.
Ich hoffe das hilft dir weiter.
Viele Grüße und alles Gute
Karl
Ausgewählte bisherige Anfragen und kurze Antworten
von uns dazu:
Thema
1: Ehe-, Partnerschaftsprobleme
Thema
2: Einsamkeit, Liebeskummer, Trennung
Thema
3: Familie
Thema
4: Sinnsuche, Motivation
Thema
5: Ängste, Depressionen
Thema
6: Suchtverhalten, Zwänge
Thema
7: Sonstige Themen
Unsere
kommentierten Buchempfehlungen:
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